Amateur-Box-WM in Belfast: Lukas Wilaschek beendet deutsche Niederlagen-Serie
zuletzt aktualisiert: 05.06.2001 - 21:43Belfast (rpo). Fliegengewichtler Wardan Zakarjan (Flensburg) und Halbmittelgewichtler Lukas Wilaschek (Leverkusen) haben die deutsche Niederlagen-Serie bei den 11. Weltmeisterschaften im Amateur-Boxen in Belfast am Dienstag beendet.
Zakarjan erreichte mit einem 15:14-Sieg über Vilolito Payla (Philippinen) als erster deutscher Boxer das Viertelfinale. Wilaschek besiegte Mirzet Bajraktarevic (Kroatien) durch RSC in der zweiten Runde und zog damit in das Achtelfinale ein.
Weltergewichtler Steven Küchler (Halle/Saale), Bantamgewichtler Witali Tajbert (Stuttgart), Halbweltergewichtler Ali Ahraoui (Wiesbaden) und Halbschwergewichtler Kai Kurzawa (Chemnitz) waren zuvor bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Damit sind noch vier deutsche Boxer im Wettbewerb.
Der 30-jährige Flensburger spielte gegen den schnellen Philippino seine ganze Routine aus und wendete das Blatt selbst nach einem klaren 4:9-Rückstand noch. "Das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Nun wird es aber ganz schwer, auch noch in die Medaillenränge zu kommen", befand Zakarjan. Sein Kontrahent im Viertelfinale ist kein Geringerer als der Europameister und Olympia- Dritte Wladimir Sidorenko (Ukraine).
Wilaschek bot gegen den unbekannten Kontrahenten aus Kroatien eine überzeugende Vorstellung. Zehn Sekunden vor Ende der zweiten Runde stoppte das Kampfgericht das ungleiche Duell, weil der Zweite der Jugend-Europameisterschaften von 1997 bereits mit 15 Punkten in Führung lag. Dieser Vorsprung zieht einen Abbruch nach sich. "Ich hatte gar nicht gedacht, dass ich so gut drauf bin. Zuletzt hatte ich doch einigen Stress wegen meinem Abitur und anderen Verpflichtungen", meinte Wilaschek. Der Schützling von Heimtrainer Rene Breitbarth trifft in der zweiten Runde am Mittwoch auf Sechew Powell (USA).
Steven Küchler hatte in der Nacht zuvor gegen Vize-Weltmeister Timur Gaidalow (Russland) mit 12:17 nach Punkten verloren und musste seine Medaillenhoffnungen wie schon bei seinen vorherigen internationalen Meisterschaften frühzeitig begraben. Der Hallenser boxte zwar gewohnt offensiv, kassierte aber durch seine offene Deckung vor allem in der zweiten Runde zu viele vermeidbare Treffer.
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