Weltcup in Nagano: Mässiger Auftakt deutscher Eisschnellaufsprinter
zuletzt aktualisiert: 04.12.2004 - 11:20Nagano (rpo). Kein Auftakt nach Maß für Monique Garbrecht-Enfeldt beim Weltcup-Auftakt der Sprinter im japanischen Nagano. Die 35 Jahre alte Berlinerin verpasste über 1.000 m als Vierte nur knapp das Podest und schaffte es über die 500 m-Distanz nur auf einen entäuschenden 14. Rang.
Die neunmalige Eisschnelllauf-Weltmeisterin, die nach überstandenen Knieproblemen die "Mission Olympia 2006" ausgerufen hat, war eine Woche vor ihrem 36. Geburtstag entäuscht: "Ich bin nicht zufrieden. Die Zeitumstellung hat uns doch zu schaffen gemacht. Heute fehlte die Spritzigkeit. Der Lauf war so hölzern", meinte die Berlinerin. Ein Lob gab es hingegen von Chef-Bundestrainer Helmut Kraus (Inzell): "Der 1000-m-Lauf war ein guter Auftakt. Über die 500 m lief es nicht ganz nach Wunsch, aber dass ist durch die Zeitumstellung zu erklären."
Jenny Wolf bestätigt Aufwärtstrend
Beeindruckt zeigte sich Kraus von der Leistung der Berlinerin Jenny Wolf, die in 38,69 Sekunden über 500 m ihren Aufwärtstrend bestätigte und Platz sechs belegte. Den Sieg über 500 m sicherte sich auf der Olympiabahn von 1998 die Weltmeisterin Manli Wang aus China (38,42). Über 1000 m siegte die Italienerin Chiara Simionato (1:16,91). Die Berliner Läuferinnen Pamela Zöllner (Platz 16/1:19, 19) und Monique Angermüller (Rang 22/1:20,05) blieben Mittelmaß.
Die deutschen Männer erwischten einen soldiden Saisonstart auf den Sprintstrecken. Dino Gillarduzzi (Inzell), Italiener mit deutscher Mutter, blieb über 500 m (Rang 22/36,17 Sekunden) und über 1000 m (Rang 20/ 1:11,31 Minuten) im Bereich der Erwartungen. Der Berliner Jan Waterstradt kam in 36,84 Sekunden in einer für seine Verhältnisse guten Zeit auf Rang 35.
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