Salzburg: Damen hinterlassen starken Gesamteindruck: Manuela Henkel Vierte in Salzburg
zuletzt aktualisiert: 30.12.2001 - 16:13Salzburg (rpo). Die deutschen Langläuferinnen sorgen weiter für positive Schlagzeilen. Beim Weltcup-Nachtsprint in Salzburg belegte die Oberhoferin Manuela Henkel den vierten Rang. Ihre ersten Saison-Siege landeten in den Freistil-Rennen auf dem mit 2.000 Kubikmeter Schnee präparierten Kurs in der Salzburger Altstadt die Norweger Anita Moen und Haavard Bjerkeli.
Moen setzte sich im Finale auf der 1,5 km langen Strecke vor der Tschechin Katerina Neumannova durch, die das Gelbe Trikot der Weltcup-Gesamtbesten von der nicht startenden Norwegerin Bente Skari übernahm. Dritte wurde Maj Helen Sorkmo (Norwegen) vor Henkel. Bjerkeli verwies seine Team-Kollegen Trond Einar Elden, Trond Arne Hetland und Marten Broers auf die Plätze.
Das hervorragende Abschneiden der deutschen Damen komplettierten Evi Sachenbacher (Reit im Winkl) als Sechste und Claudia Künzel (Oberwiesenthal), die als Achte die Olympia-Norm erfüllte. Isabell Klaus (Geyer) schrammte als Neunte knapp daran vorbei. Auch Viola Bauer (Oberwiesenthal) auf der 15. Position in der ungeliebten Skating-Technik und Anke Reschwamm (Willingen) als 16. enttäuschten nicht.
Herren fahren hinterher
Die deutschen Herren mussten sich hinteren Rängen begnügen: Tobias Angerer (Vachendorf) wurde 26., Dirk Klessen (Oberhof), Peter Schlickenrieder (Hirschau), Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) und Toni Lang (Hauzenberg) landeten auf den Rängen 28 bis.
"Mit dem Final-Einzug war ich sehr zufrieden", meinte Manuela Henkel, "doch im Endlauf waren meine Beine doch schon ziemlich schwer." Auch Evi Sachenbacher, die mit dem 6. Platz ihre Führung im Sprint-Weltcup verteidigte, hatte mit der nassen Loipe Probleme. "Zudem war der flache Kurs nicht so mein Ding", bemerkte sie. Glücklichste im Team war wohl Claudia Künzel. "Endlich kann ich mich auf die Olympia-Vorbereitung konzentrieren, muss nicht mehr der Norm hinterher rennen", jubelte die Erzgebirglerin.
Weltcup-Koordinator Jochen Behle sah den Ausgang der Rennen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Mit den Damen waren wir zufrieden, dagegen hätte es bei den Herren doch etwas mehr werden können", sagte der deutsche Skilanglauf-Rekord-Meister.
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