Eiskunstlauf: Eistanz-Gold für Frankreich greifbar: Marina Anissina und Gwendal Peizerat dominierten in der Pflicht
zuletzt aktualisiert: 08.02.2000Wien (sid). Das erste Eistanz-Gold für Frankreich seit 38 Jahren ist für Marina Anissina und Gwendal Peizerat in greifbare Nähe gerückt. In Abwesenheit der verletzten Titelverteidiger Anjelika Krylowa und Oleg Owsiannikow dominierten die Olympia-Dritten von 1998 in den Pflichttänzen fast nach Belieben. Sowohl für die Yankee-Polka als auch für den argentinischen Tango erhielten die Vize-Weltmeister bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Wien die höchsten Noten.
Den Topfavoriten am nächsten kamen die Italiener Barbara Fusar-Poli und Maurizio Margaglio auf Rang zwei sowie die jeweils drittplatzierten Irina Lobatschewa und Ilja Awerbuch aus Russland und Margarita Drobiazko und Povilas Vanagas (Litauen). Die Pflichttänze machen zwar nur 20 Prozent der Endnote aus, stellen aber traditionell ein Stimmungsbarometer für die Preisrichter dar.
Mit den Bewertungen durch die neun Juroren durften auch die deutschen Meister Kati Winkler und Rene Lohse zufrieden sein. Die beiden Berliner fanden sich vor dem Originaltanz am Donnerstag (13.30 Uhr) auf Rang fünf wieder, 15. des Zwischenklassements sind Stephanie und Thomas Rauer aus Essen.
"In den vergangenen Wochen haben wir unsere Arbeit an den Pflichttänzen intensiviert. Ich denke, das hat sich ausgezahlt", bilanzierte Lohse den ersten Wettkampftag. Seine Partnerin ergänzte: "Die nervliche Belastung ist bei der Pflicht am größten, wir sind froh, dass es vorbei ist."
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