"Tiger" Woods vor neuem Sieg-Hattrick: Matchplay-Finale gegen Clarke
zuletzt aktualisiert: 27.02.2000Carlsbad (dpa). Golf-Ass "Tiger" Woods (Foto) ist auf dem besten Weg zu einem neuen großen Erfolg und Zahltag. Der 24-jährige Amerikaner zog am Samstag bei der mit fünf Millionen Dollar dotierten Match Play Championship im kalifornischen Carlsbad nach Siegen im Viertel- und Halbfinale in das am Sonntag stattfindende Endspiel ein, in dem er auf den überraschend starken Nordiren Darren Clarke - 19. der Weltrangliste - trifft. Der Gewinner des im Finale über 36 Löcher gespielten Turniers "Jeder gegen Jeden", bei dem der einzige Deutsche, Bernhard Langer (Anhausen), schon in der ersten Runde ausgeschieden war, erhält eine Siegprämie von einer Million Dollar. Der Zweitplatzierte bekommt noch die Hälfte.
Woods musste allerdings in seinem ersten Samstag-Spiel bei idealem Wetter mächtig kämpfen, um sich gegen Clarkes Landsmann Paul Lawrie (41.) durchzusetzen. Nach zehn Löchern hatte er mit 2 auf im Hintertreffen gelegen, ehe er seine erfolgreiche Aufholjagd startete. Die Entscheidung gegen den vorjährigen British-Open-Sieger fiel jedoch erst am 18. Loch (1 auf). Im anschließenden Semifinale gegen Dennis Love III (USA/4.) spielte der Weltranglisten-Erste dann begeisternd auf und führte nach zwei Eagles und vier Birdies nach dem 14. Loch uneinholbar mit 5 und 4.
"Ich komme immer besser in Schwung. Ich werde Sonntag sicher noch besser sein", kündigte Woods an, der vor einem erneuten Sieg- Hattrick steht. Die beiden vorangegangen Turniere dieser Art in Firestone und Valderrama hatte er souverän gewonnen. Spiele über 36 Löcher scheinen ihm ohnehin besonders zu liegen. Lediglich eins dieser Art hat er bislang in seiner glanzvollen Karriere verloren. "Bei 18 Löchern kann jeder gewinnen. Über 36 ist es derzeit eigentlich unmöglich, den 'Tiger' zu schlagen", sagte Butch Harmon, der nicht nur Woods, sondern seit einem Jahr auch Clarke trainiert.
Der 31-Jährige aus Sunningdale, der 1997 mit dem Europa-Team den Ryder-Cup gewann, hatte zuerst Hal Sutton (USA/11.) mit 2 auf ausgeschaltet. Bei diesem Duell hatte der Ferrari-Liebhaber und Restaurant-Besitzer nach vier Löchern bereits drei verloren. Danach behauptete er sich gegen den Weltranglisten-Zweiten David Duval (USA) mit 4 und 2 und verhinderte damit das Traum-Finale. "Besser kann meine Ausgangsposition nicht sein, denn ich habe nichts zu verlieren. Wer die Nummer zwei bezwingt, kann auch den Allerbesten schlagen", meinte Clarke, der in seiner Laufbahn bislang fünf Turniere gewann. Darunter im Vorjahr die English Open und 1996 die German Masters.
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