950 Gäste im Hamburger Michel: Abschied von Max Schmeling
zuletzt aktualisiert: 01.03.2005 - 15:16Hamburg (rpo). Im Hamburger Michel haben rund 500 geladene Ehrengäste und etwa 450 Hamburger Bürger am Dienstag auf einer stilvollen Trauerfeier Abschied von Boxlegende Max Schmeling genommen, der am 2. Februar im Alter von 99 Jahren verstorben war.
Das deutsche Box-Idol war in seinem Haus in Hollenstedt verstorben und wurde bereits zwei Tage später im kleinsten Kreis und in aller Stille beigesetzt. "Er hat nach 99 Runden den Ring verlassen, erhobenen Hauptes und voller Würde", sagte Bundesinnenminister Otto Schily in seiner Gedenkrede.
Neben Schily hielten auch Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust, Manfred von Richthofen, der Präsident des Deutschen SportBundes, sowie Klaus Asche von der Max-Schmeling-Stiftung Ansprachen, in denen sie neben den sportlichen Leistungen des bislang einzigen deutschen Boxweltmeisters aller Klassen vor allem dessen soziale Leistungen würdigten. "Der deutsche Sport ist glücklich, diesen Kronzeugen für ehrliche Leistung, Glaubwürdigkeit und Hilfsbereitschaft zu den Seinen zählen zu dürfen", sagte von Richthofen.
Neben den Trauerrednern wohnten dem Gedenkgottesdienst zahlreiche Prominente bei. Ex-Box-Weltmeister Henry Maske war ebenso vertreten wie Schwergewichtler Witali Klitschko und die Box-Promoter Klaus-Peter Kohl und Wilfried Sauerland. Die Fußball-Idole Uwe Seeler und Franz Beckenbauer wohnten der Feier bei, auf der Teile des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms dargeboten wurden. Außerdem wohnten unter anderem Schauspieler Hardy Krüger, Wimbledonsieger Michael Stich und Werner Hackmann, der Präsident der Deutschen Fußball Liga, der 75-minütigen Feier bei.
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