Weiter Hoffnung auf Start in Athen: ATP-Turnier Kitzbühel: Mayer souverän im Achtelfinale
zuletzt aktualisiert: 20.07.2004 - 21:31Kitzbühel (rpo). Mit einem souveränen Auftritt hat Tennis-Profi Florian Mayer das Achtelfinale beim ATP-Turnier in Kitzbühel erreicht. Dabei ließ er sich von dem Gerangel um seine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen nicht beeindrucken.
Der 20-jährige, der durch ein Freilos in die zweite Runde eingezogen war, bezwang den Österreicher Peter Luczak 6:2, 6:4 und trifft nun in der Runde der letzten 16 auf den Argentinier Juan Monaco.
Unterdessen kann Mayer doch noch mit einem Start bei den Olympischen Spielen in Athen (13. bis 29. August) rechnen. Die Spielervertretung ATP kündigte an, im Falle einer Nichtnominierung des Bayreuthers keine Weltranglistenpunkte für das olympische Turnier zu vergeben.
Das Internationale Olympische Komitee und sein Präsident Jacques Rogge haben sich der Angelegenheit am Dienstagmorgen bereits angenommen.
Die Regularien des Tennis-Weltverbandes ITF für Athen 2004 besagen, dass Spieler, die am 14. Juni in der so genannten bereinigten Weltrangliste auf den ersten 56 Positionen standen, die Spielberechtigung für Olympia erhalten müssen. Diese Rangliste lässt pro Land nur vier Spieler unter den ersten 56 zu, die folgenden werden gestrichen und durch Nachrücker ersetzt.
Die WTA hat ebenfalls eingeschaltet, denn das gleiche Prinzip gilt auch im Damentennis. In der bereinigten Weltrangliste der WTA vom 14. Juni waren die ersten 48 für Olympia spielberechtigt, unter denen sich auch Anca Barna und Marlene Weingärtner befanden. Beide wurden ebenso wie Mayer nicht vom Nationalen Olympischen Komitee für Athen nominiert.
Einen ähnlichen Fall gab es bereits vor den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Damals hatte das schwedische NOK Tennisprofi Andreas Vinciguerra nicht nominiert, diese Entscheidung dann aber revidieren müssen. Auch damals hatte die ATP angedroht, keine Weltranglistenpunke beim olympischen Turnier zu vergeben.
Das Prozedere der bereinigten Weltrangliste ist unter anderem auch der Grund dafür, dass Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa nicht in Athen spielen wird. Sie war am 14. Juni nur die Nummer fünf der russischen Rangliste.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







