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Zweiter Tag: Australian Open: Sieben Deutsche raus

zuletzt aktualisiert: 18.01.2005 - 10:32

Melbourne (rpo). Sieben von zwölf Deutschen sind bei den Australian Open in Melbourne bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Denn auch Lars Burgsmüller aus Mülheim und Marlene Weingärtner aus Leimen schafften nicht den Einzug in die zweite Runde. Am Morgen musste sich auch Florian Mayer gegen den Amerikaner James Blake geschlagen geben. Ein starkes Spiel zeigten hingegen die internationalen Favoriten.   

Damit waren die deutschen Starter in Melbourne in der Breite so gut wie seit drei Jahren nicht mehr, als insgesamt sechs Spieler den Auftakt überstanden hatten. Vergangenes Jahr schafften das nur Anca Barna und als Qualifikant Florian Mayer. Der 21-Jährige hatte damit seinen Aufstieg von der Nummer 254 bis auf Rang 35 der Weltrangliste begonnen und war nun umso enttäuschter nach seiner Niederlage gegen Blake.

"Ich habe nur drei Spiele gewonnen. Das ist so schlecht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll", meinte Mayer. Seit vier Wochen fühlt er sich schon nicht mehr richtig wohl, ist ständig müde und schlapp: "Seit dem Flug nach Australien bin ich krank und habe nicht mehr richtig trainiert. Ich weiß nicht, was es ist. Aber in den vergangenen Tagen ging es besser, und ich wollte unbedingt spielen. Aber ich darf auch keine Ausreden suchen."

Die benötigte Philipp Kohlschreiber ohnehin nicht. Der Australian-Open-Debütant zog durch ein 7:6 (7:2), 6:2, 6:1 gegen den Dänen Kenneth Carlsen in die nächste Runde ein und trifft dort auf den zweifachen Olympiasieger Nicolas Massu (Chile) oder Antony Dupuis (Frankreich).

Ausgeschieden sind dagegen Lars Burgsmüller aus Mülheim und Marlene Weingärtner aus Leimen. Burgsmüller unterlag dem Russen Igor Andrejew 6:7 (2:7), 1:6, 2:6. Weingärtner verlor gegen die Italienerin Tathiana Garbin 5:7, 6:7 (5:7).

Gesprächsthema Nummer eins in Melbourne war wie am Vortag die Dopinganschuldigung gegen US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa. Die Russin muss nach ihrem positiven Test auf die Stimulans Ephedrin allerdings keine Konsequenzen befürchten. Da die Einnahme des Aufputschmittels nach den Regeln der Welt-Anti-Dopingagentur Wada sowie der Tennisinstitutionen lediglich bei einem Wettkampf verboten ist, gilt sie nicht als Dopingsünderin.

Kusnezowas Probe war während der Saisonpause am 19. Dezember bei einem Schauturnier im belgischen Charleroi entnommen worden. Der wallonische Sportminister Claude Eerdekens hatte Kusnezowa am Montag als jene Spielerin geoutet, die positiv getestet worden war.

Kusnezowa war schockiert. "Bis heute haben mich die belgischen Behörden nicht kontaktiert. Ich wurde in meiner Karriere noch nie positiv getestet", teilte sie mit und erklärte, wie die aufputschende Substanz in ihren Körper gelangt war: "Ich hatte zu der Zeit eine Erkältung und habe Medizin eingenommen."

Keine Probleme hatten am zweiten Turniertag die Favoriten. Der an Nummer zwei gesetzte Andy Roddick (USA) besiegte Irakli Labadze aus Georgien locker 7:5, 6:2, 6:1, French-Open-Finalist Guillermo Coria aus Argentinien bezwang Tomas Berdych aus Tschechien 6:2, 6: 4, 6:0.

Im Damenfeld folgte Venus Williams ihrer Schwester Serena mit einem 6:1, 7:5 über Eleni Daniilidou (Griechenland) in Runde zwei. French-Open-Siegerin Anastasia Myskina aus Russland besiegte Kveta Peschke aus Tschechien 6:1, 6:4, und auch die topgesetzte Lindsay Davenport (USA) gab sich bei ihrem 6:1, 6:0-Erfolg über Conchita Martinez (Spanien) keine Blöße. Weiter vom Heimsieg darf Australiens Hoffnung Alicia Molik träumen. Die Olympia-Dritte von Athen gewann gegen Anabel Medina Garrigues (Spanien) 6:1, 6:3.

Quelle: sid

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