Boykott-Drohungen in Las Vegas: Boxen: Hopkins gefährdet Sturms WM-Kampf
zuletzt aktualisiert: 04.06.2004 - 10:40Las Vegas (rpo). Zwei Tage vor dem Weltmeisterschaftskampf zwischen dem Leverkusener Felix Sturm und Oscar de la Hoya ist es in der Spielermetropole Las Vegas zum handfesten Skandal gekommen: Bernard Hopkins, der den zweiten Hauptkampf bestreitet, droht offen mit einem Boykott.
Hopkins drohte mit Boykott, falls der für seinen Kampf zuständige Ringrichter Joe Cortez nicht ausgetauscht werde. Die Nevada Athletic Commission lehnte den Austausch ab, stellte es Cortez aber frei, auf den Kampf zu verzichten.
Sollte Hopkins tatsächlich am Samstag nicht im Ring erscheinen, wäre nicht nur seine Kampfbörse von 1,5 Millionen US-Dollar verloren. Nach einer vertraglichen Vereinbarung entfiele damit auch der geplante Kampf gegen de la Hoya, der im amerikanischen Bezahlfernsehen bis zu 100 Millionen Dollar Umsatz generieren könnte. Der zuständige Promoter Bob Arum ging deshalb hart mit Hopkins ins Gericht: "Wenn er das durchzieht, ist es ein fataler Fehler. Es wäre das Ende seiner Boxkarriere."
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