WTA-Turnier in Filderstadt: Davenport triumphiert über Mauresmo
zuletzt aktualisiert: 09.10.2005 - 15:25Filderstadt (rpo). Lindsay Davenport hat das WTA-Turnier in Filderstadt gewonnen. Die US-Amerikanerin setzte sich überraschend glatt in zwei Sätzen gegen die Französin Amelie Mauresmo durch und verdiente sich dadurch den 98.500 Dollar teuren Porsche Cayman S als Belohnung.
Die topgesetzte Davenport gewann die Neuauflage des Vorjahresfinales gegen die Französin Amelie Mauresmo 6:2, 6:4 und stand damit nach nur 66 Minuten zum dritten Mal nach 2001 und 2004 als Filderstadt-Siegerin fest.
Davenport siegte verdient. Lediglich im zweiten Satz gab die Olympiasiegerin von 1996 einmal ihren Aufschlag ab, antwortete aber umgehend mit dem Rebreak zum 4:4.
Am Ende resignierte die Französin, die im vergangenen Jahr im Endspiel wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben musste. "Ich bin an einer besseren Gegnerin gescheitert", sagte Mauresmo, beim Empfang des "Trostpreises" für Platz zwei in Höhe von 53.000 Dollar.
Für Davenport war der dritte Triumph in ihrem vierten Endspiel bei dem deutschen Turnier fast schon normal. "Das rote Auto wird sich gut in meiner Garage machen. Da stehen schon zwei schwarze Porsche", sagte die ehemalige Weltranglistenerste nach dem 50. WTA-Turniersieg ihrer Karriere.
"Ich komme wieder. Mir gefällt diese tolle Atmosphäre"
Sie wird die vorerst letzte Filderstadt-Siegerin sein, denn im kommenden Jahr siedelt das Turnier nach Stuttgart um. Auch dahin will Davenport kommen: "Ich komme wieder. Mir gefällt diese tolle Atmosphäre. Ich mag die Nähe zum Publikum", sagte Davenport, die seit zehn Jahren Stammgast im Schwabenland ist.
Das beschauliche Ambiente ist auch bei Davenports Kolleginnen beliebt. "Die Spielerinnen haben sich sehr positiv über unser Turnier geäußert. Wir haben schon Zusagen für das nächste Jahr", sagte Turnierdirektorin Anke Huber, die in ihrer aktiven Zeit zweimal in Filderstadt gewann.
Mit einem deutschen Erfolg war in diesem Jahr ohnehin kaum zu rechnen. Die Hoffnungen hatten einzig auf der Fed-Cup-Spielerin Anna-Lena Grönefeld geruht, die 2005 nach guten Leistungen den Sprung unter die Top 20 der Weltrangliste geschafft hat. Doch die Nordhornerin schied ebenso in der ersten Runde aus wie Lokalmatadorinnen Julia Schruff und Sandra Klösel (München).
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