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Spanien bezwingt Frankreich: Davis Cup: USA im Finale, Österreich erstklassig

zuletzt aktualisiert: 27.09.2004 - 10:37

Neuss (rpo). Mit Andy Roddick und Mardy Fish haben die USA nach langer siebenjähriger Pause wieder das Finale des Davis Cups erreicht. Dort kommt es zum von Teamchef Patrick McEnroe herbeigesehnten Traumfinale gegen Spanien.

Die Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan führten den 31-maligen Champion in Charleston durch einen 6:1, 6:3, 7:5-Sieg gegen das Duo Max Mirnyi/Alexander Skripkow zum Sieg gegen Weißrussland und damit zum ersten Mal seit 1997 wieder ins Endspiel. Zuvor hatte weder Andy Roddick mit Wladimir Woltschkow noch Mardy Fish mit Mirnyi ernsthafte Probleme gehabt. Und schon bevor Vorjahresfinalist Spanien als Endspielgegner feststand, legte sich Team-Kapitän Patrick McEnroe fest: "Natürlich hätte ich gerne ein Heimspiel gegen Frankreich. Aber ein Sieg in Spanien auf Sand wäre ein Traum."

Die Spanier sorgten in der Stierkampfarena von Alicante im Duell mit Frankreich nach Auftakt-Schwierigkeiten dafür, dass McEnroe weiterträumen darf. Nach dem überraschenden Starterfolg von Paul-Henri Mathieu gegen Carlos Moya am Freitag drehte Vorjahresfinalist Spanien den Spieß noch um. Juan Carlos Ferrero brauchte gegen Fabrice Santoro nur 21 Minuten, um das am Freitag abgebrochene Einzel mit 6:3, 6:1, 1:6, 6:3 für sich zu entscheiden. Rafael Nadal und Tommy Robredo holten durch das 7:6 (7:4), 4:6, 6: 2, 2:6, 6:3 gegen Arnaud Clement und Mickael Llodra den zweiten Punkt für die Gastgeber. Schließlich machte Nadal am Sonntag mit einem ungefährdeten 6:4, 6:1, 6:2 gegen Clement alles klar.

Spaniens einziger Davis-Cup-Sieg datiert aus dem Jahr 2000. Im vergangenen Jahr verloren die Iberer in Australien zum dritten Mal nach 1965 und 1967 ein Finale. Das Endspiel gegen die USA findet vom 3. bis zum 5. Dezember statt.

Aussies weiter in der Weltgruppe

Vorjahressieger Australien verhinderte unterdessen nach seinem enttäuschenden Erstrundenauftritt in Adelaide gegen Schweden (1:4) zumindest den Abstieg aus der Weltgruppe. Die "Aussies" lagen in den Playoffs bereits nach dem Doppel gegen Marokko uneinholbar mit 3:0 in Führung. In Perth sorgten Todd Woodbridge/Wayne Arthurs mit dem 7:6 (9:7), 7:6 (7:2), 6:3 gegen Mounir El Aarej/Mehdi Tahiri für den entscheidenden Punkt gegen die ersatzgeschwächten Nordafrikaner. Am Tag zuvor hatten Arthurs gegen El Aarej und Lleyton Hewitt gegen Tahiri die beiden ersten Einzel gewonnen. Den Marokkanern fehlten ihre Spitzenspieler Younes El Aynaoui (Fußverletzung) und Hicham Arazi (Differenzen mit dem Verband).

Neben Australien entschieden auch Chile gegen Japan, Kroatien gegen Belgien, Tschechien in Paraguay und Russland gegen Thailand ihre Spiele vorzeitig nach den Doppeln und sicherten sich damit einen Platz in der Weltgruppe. Am Sonntag zog Rumänien mit einem 4: 1-Sieg gegen Kanada nach.

Überraschend erstklassig ist nächstes Jahr auch Österreich nach seinem 3:2-Playoff-Sieg gegen Großbritannien. In Pörtschach brachten Julian Knowle/Alexander Peya die Gastgeber gegen das englische Doppel Tim Henman/Greg Rusedski am Sonntag durch einen 6: 4, 1:6, 6:2, 6:1-Sieg zunächst zum zweiten Mal in Führung. Nach dem Ausgleich der Briten durch Henmans Sieg gegen Jürgen Melzer sorgte Stefan Koubek im letzten Einzel gegen Greg Rusedski mit einem 7:6 (7:2), 6:4, 7:5 für den entscheidenden dritten Punkt der Alpenrepublik.

Quelle: sid

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