Jonas Björkmann machte schwedischen Triumph perfekt: Daviscup: Australien unterliegt Schweden
zuletzt aktualisiert: 08.02.2004 - 21:57Adelaide (rpo). Im Tennis-Daviscup ist das Team von Pokalverteidiger Australien bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Mit 1:4 unterlag der Gastgeber in Adelaide der schwedischen Mannschaft.
Die "Aussies" verloren in Adelaide mit 1:4 gegen Schweden und sind damit das siebte Team seit 1972, das als Cupverteidiger in der ersten Runde scheitert.
Die Hauptschuld an dem Desaster trug Mark Philippoussis, der beim 28. Daviscupsieg der Australier Ende November in Melbourne noch der Matchwinner war. Damals hatte der 27-Jährige im Finale gegen Spanien das entscheidende Match gewonnen, diesmal verlor er gegen die von Kapitän Mats Wilander betreuten Schweden beide Einzel.
"Einen Tag bis du der Held, am nächsten Tag schlägt jeder auf dich ein. Aber das ist Tennis", sagte Philippoussis nach seinen glatten Dreisatz-Niederlagen gegen Thomas Enqvist und Jonas Björkman. Während nur der ehemalige Wimbledonsieger Lleyton Hewitt gegen Schwedens Youngster Robin Söderling in drei Sätzen punkten konnte, verlor das australische Doppel Todd Woodbridge/Wayne Arthurs mit 2:3 Sätzen gegen Björkman und Joachim Johansson.
Schweden im Viertelfinale gegen USA
Der 2:1-Sieg von Enqvist im Schlusseinzel gegen Arthurs hatte nur noch statistischen Wert. Davor hatte der überraschend starke Björkman die Partie mit seinem Sieg gegen Philippoussis schon entschieden. Während die Australier nun im September in den Playoffs um den Klassenerhalt kämpfen müssen, steht Schweden der nächste dicke Brocken bevor. Die Skandinavier treffen im Viertelfinale auf die USA.
Der 32-malige Daviscupsieger stand vor eigener Kulisse in Uncasville/Connecticut schon nach der 3:0-Führung nach dem Doppel als 3:0-Sieger gegen Österreich fest. Nach dem 3:2-Auftaktsieg von Robby Ginepri gegen Jürgen Melzer und dem glatten 3:0-Satzerfolg von US-Open-Sieger Andy Roddick über Stefan Koubek ließen die Doppel-Weltmeister Bob und Mike Bryan den Österreichern Julian Knowle/Jürgen Melzer mit 6:2, 6:1, 6:4 keine Chance. Wenige Stunden nach der Partie, die 0:5 ausging, übernahm der frühere French-Open-Sieger Thomas Muster das Amt des österreichischen Kapitäns, von dem Günter Bresnik zurückgetreten war.
Nach dem Doppel lag auch Argentinien in Agadir gegen Gastgeber Marokko uneinholbar mit 3:0 in Führung. Die mit Guillermo Coria und dem früheren Wimbledon-Finalisten David Nalbandian in den Einzeln angetretenen Südamerikaner treffen in der nächsten Runde auf den Sieger der Begegnung zwischen Weißrussland und Russland, bei der die Russen in Minsk vor den Schlusseinzeln 2:1 führten.
Vor dem letzten Einzel stand die Schweiz in Bukarest nach dem 6:3, 6:2, 7:5 von Wimbledonsieger Roger Federer über Andrei Pavel als Sieger über Rumänien fest, das am Ende 2:3 verlor. Nach 3: 1-Ständen zogen auch Frankreich in Metz gegen Kroatien und die Niederlande in Maastricht gegen Kanada ins Viertelfinale ein.
Im Viertelfinale trifft Weißrussland auf Argentinien und Spanien auf die Niederlande. Die Begegnung zwischen Frankreich und der Schweiz komplettiert die Runde der letzten Acht.
Daviscup, Weltgruppe, 1. Runde, 3. Tag:
In Adelaide: Australien (TV) - SCHWEDEN 1:4
Mark Philippoussis - Thomas Enqvist 3:6, 4:6, 2:6
Lleyton Hewitt - Robin Söderling 6:4, 6:3, 6:1
Todd Woodbridge/Wayne Arthurs - Jonas Björkman/Joachim Johansson 6:7 (5:7), 4:6, 6:2, 7:6 (7:4), 5:7
Mark Philippoussis - Jonas Björkman 5:7, 2:6, 2:6
Wayne Arthurs - Thomas Enqvist 6:7 (8:10), 6:3, 4:6
In Agadir: Marokko - ARGENTINIEN 0:5
Mounir El Aarej - Guillermo Coria 1:6, 1:6, 4:6
Hicham Arazi - David Nalbandian 6:4, 1:6, 5:7, 1:2 - Aufgabe Arazi
Mounir El Aarej/Mehdi Tahiri - Augustin Calleri/Lucas Arnold 1:6, 4:6, 2:6
Tahiri - Coria 2:6, 6:7 (4:7)
El Aarej - Agustin Calleri 6:7 (1:7), 6:3, 1:6
In Brünn: Tschechien - SPANIEN 2:3
Jiri Novak - Rafael Nadal 7:6 (7:2), 6:3, 7:6 (7:3)
Radek Stepanek - Tommy Robredo 5:7, 6:3, 6:7 (4:7), 6:7 (7:9)
Jiri Novak/Radek Stepanek - Rafael Nadal/Tommy Robredo 6:4, 7:6 (8:6), 6:3
Tomas Berdych - Feliciano Lopez 4:6, 7:6 (7:2), 3:6, 2:6
Radek Stepanek - Rafael Nadal 6:7 (2:7), 6:7 (4:7), 3:6
In Bukarest: Rumänien - SCHWEIZ 2:3
Andrei Pavel - Michel Kratochvil 6:4, 6:3, 5:7, 6:4
Victor Hanescu - Roger Federer 6:7 (4:7), 3:6, 1:6
Andrei Pavel/Gabriel Trifu - Roger Federer/Yves Allegro 4:6, 6:1, 3:6, 6:3, 8:10
Andrei Pavel - Roger Federer 3:6, 2:6, 5:7
Victor Hanescu - Stanislas Wawrinka 6:3, 6:7 (3:7), 6:3
In Minsk: WEISSRUSSLAND - Russland 3:2
Wladimir Woltschkow - Igor Andrejew 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 7:5, 4:4-Aufgabe Woltschkow
Max Mirnji - Marat Safin 7:6 (7:3), 7:6 (6:5), 1:6, 4:6, 11:9
Max Mirnji/Alexander Schwets - Marat Safin/Michail Juschni 4:6, 5:7, 6:7 (4:7)
Max Mirnji - Igor Andrejew 6:3, 6:4, 6:4
Wladimir Woltschow - Michail Juschni 7:5, 6:2, 6:4
In Metz: FRANKREICH - Kroatien 4:1
Arnaud Clement - Mario Ancic 6:4, 6:3, 6:3
Thierry Ascione - Ivan Ljubicic 5:7, 4:6, 4:6
Nicolas Escude/Michael Llodra - Mario Ancic/Ivo Karlovic 6:1, 7:6 (7:5), 6:3
Arnaud Clement - Ivan Ljubicic 6:2, 3:6, 7:6 (7:3), 6:4
Nicolas Escude - Ivo Karlovic 7:6 (7:5), 6:2
In Maastricht: NIEDERLANDE - Kanada 4:1
Sjeng Schalken - Frank Dancevic 6:3, 5:7, 6:2, 6:1
Martin Verkerk - Simon Larose 6:4, 7:6 (11:9), 4:6, 6:3
Martin Verkerk/Paul Haarhuis - Daniel Nestor/Frederic Niemeyer 6:7 (10:12), 0:1-Aufgabe Haarhuis
Martin Verkerk - Frank Dancevic 6:7 (5:7), 6:2, 7:5, 6:3
Sjeng Schalken - Simon Larose 6:2, 7:5
In Uncasville/Connecticut: USA - Österreich 5:0
Robby Ginepri - Jürgen Melzer 6:7 (6:8), 4:6, 6:4, 6:4, 6:2
Andy Roddick - Stefan Koubek 6:4, 6:4, 6:2
Bob Bryan/Mike Bryan - Julian Knowle/Jürgen Melzer 6:2, 6:1, 6:4
Roddick - Melzer 6:4, 6:2
Ginepri - Koubek 7:5, 6:2
Viertelfinale (9. bis 11. April):
Schweiz - Frankreich (in Lausanne)
Niederlande - Spanien
Schweden - USA
Weißrussland - Argentinien
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