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Kiefer kurz vor der Qualifikation: Daviscup: Deutschland besiegt Israel 5:0

zuletzt aktualisiert: 11.04.2004 - 21:14

Alsdorf (rpo). Mit 5:0 hat das deutsche Daviscup-Team die Partie gegen Israel gewonnen. Zunächst erhöhte am Sonntag Rainer Schüttler, anschließend gewann auch Kiefer sein Einzel. Unterdessen zogen Spanien und Frankreich ins Halbfinale der Spitzengruppe ein.

Schüttler gewann mit 6:3, 7:6 (7:5) gegen Harel Levy, danach setzte Nicolas Kiefer mit dem 6:2, 6:7 (2:7), 7:6 (7: 3) gegen Noam Okun den Schlusspunkt, stand allerdings nach drei Verwarnungen dicht vor einer Disqualifikation.

Bereits am Samstag hatten Tommy Haas und Alexander Waske mit dem 2:6, 5:7, 6:2, 6:4, 6:3 gegen Israels hoch eingeschätztes Doppel Jonathan Erlich und Andy Ram für die vorzeitige Entscheidung zugunsten der deutschen Mannschaft gesorgt.

Deutschland ist damit für die Playoff-Runde um den Wiederaufstieg vom 24. bis 26. September qualifiziert. Die Playoffs werden am Dienstag um 13.00 Uhr MESZ in London ausgelost. Für die Playoff-Runde sind neben der deutschen Mannschaft bislang die acht Erstrunden-Verlierer der Weltgruppe (Australien, Russland, Tschechien, Kanada, Marokko, Kroatien, Rumänien, Österreich) sowie die Slowakei, Thailand, Großbritannien, Chile und Japan qualifiziert.

Spanien und Frankreich stehen im Halbfinale

Mitfavorit Spanien und der neunmalige Gewinner Frankreich sind dem Überraschungsteam von Weißrussland ins Daviscup-Halbfinale gefolgt. French-Open-Gewinner Juan Carlos Ferrero holte für Spanien gegen die Niederlande mit einem 6:4, 6:7 (5:7), 4:6, 7:5, 6:1-Erfolg über Martin Verkerk den dritten und entscheidenden Punkt. Im Halbfinale vom 24. bis 26. September trifft der Vorjahresfinalist auf Frankreich, das sich 3:2 gegen die Schweiz durchsetzte. Weißrussland darf sich nach dem 5:0 gegen Argentinien in der Runde der letzten Vier auf ein Duell mit Rekordgewinner USA oder dem siebenmaligen Champion Schweden freuen.

Nicolas Escude besiegelte im schweizerischen Prilly durch das 7:6 (7:3), 6:4, 7:6 (8:6) gegen Michel Kratochvil den Erfolg für die Franzosen, nachdem zuvor Wimbledonsieger Roger Federer mit dem 6:2, 7:5, 6:4 gegen Arnaud Clement für die Schweiz zum 2:2 ausgeglichen hatte. Auch am Freitag war jeweils ein Einzel an Frankreich und die Schweiz gegangen, im Doppel unterlagen Federer und Yves Allegro dem französischen Duo Escude/Michael Llodra einen Tag später in drei Sätzen.

In Palma de Mallorca hatten Rafael Nadal und Tommy Robredo beim 6:3, 6:2, 3:6 2:6, 2:6 gegen John van Lottum/Martin Verkerk "im Nachsitzen" den einzigen Gegenpunkt zugelassen. Das Doppel war am Samstagabend wegen Regens unterbrochen und erst am Sonntagmorgen fortgesetzt worden. Ferrero machte anschließend mit seinem zweiten Einzelerfolg den Sieg für den Vorjahresfinalisten perfekt.

Lediglich einen Satzverlust leisteten sich die Weißrussen gegen das ersatzgeschwächte Argentinien. Für die Osteuropäer, die sich mit dem 3:2-Erfolg über Deutschland im vergangenen September erstmals für die Weltgruppe qualifiziert hatten und mit dem Halbfinaleinzug ihren größten Erfolg in elf Jahren Daviscup feierten, verbuchten Max Mirnji gegen Lucas Arnold und Wladimir Woltschkow gegen Daviscup-Neuling Juan Monaco die Punkte vier und fünf vor 4800 begeisterten Zuschauern in Minsk. "Der Sieg gegen Deutschland im vergangenen Jahr hat uns eine Menge Selbstvertrauen gegeben", erklärte Mirnji nach dem historischen Match.

In Delray Beach/Florida gingen die USA durch einen 6:3, 6:4, 6: 4-Erfolg von Mike und Bob Bryan über die Schweden Jonas Björkman/Thomas Johansson 2:1 in Führung. Die Entscheidung fiel in den Partien zwischen Andy Roddick und Jonas Björkman sowie Mardy Fish und Thomas Enqvist.

Kiefer stand nach drei Verwarnungen dicht vor einer Disqualifikation.  Foto: RPO
Kiefer stand nach drei Verwarnungen dicht vor einer Disqualifikation. Foto: RPO

 
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