2. Hallenhockey-WM in Wien: Deutsche Hockey-Herren sind Doppelweltmeister
zuletzt aktualisiert: 18.02.2007 - 18:36Wien (RPO). Die deutschen Hockey-Herren sind in der Halle auf internationalem Parkett das Maß aller Dinge. Bei der Weltmeisterschaft in Wien gewann der Titelverteidiger auch die zweite Weltmeisterschaft nach der Premiere vor vier Jahren in Leipzig. Im Finale besiegte das Team von Bundestrainer Markus Weise Mitfavorit Polen mit 4:1 (0:1). Es ist nach dem Triumph auf dem Feld der zweite WM-Titel für die deutsche Mannschaft.
Deutschland hat außerdem bereits sämtliche bislang ausgetragenen zwölf Hallen-Europameisterschaften für sich entschieden.
Die deutschen Damen belegten unterdessen den dritten Platz. Im "kleinen Finale" am Sonntag bezwang der Titelverteidiger die Ukraine 5:2 (0:1) und schaffte damit einen versöhnlichen Turnierabschluss. Am Samstag war das Team nach einer Unzahl vergebener Chancen völlig überraschend durch eine 3:4 (1: 3)-Niederlage gegen Spanien im Halbfinale ausgeschieden. Neuer Weltmeister wurden die Niederlande, die sich mit 4:2 (2:0) gegen Spanien durchsetzten und nun ebenfalls Doppel-Weltmeister sind.
Benedikt Sperling, Moritz Fürste, Sebastian Draguhn und Oskar Deeke trafen für die junge deutsche Herren-Mannschaft, die eine Demonstration technischer und physischer Stärke zeigte. Polen war im ersten Durchgang durch einen umstrittenen Treffer von Dariusz Malecki glücklich in Führung gegangen. "Ich bin froh und stolz, das wir den Titel praktisch ohne Vorbereitung verteidigen konnten", sagte Weise, "viele Nationen haben aufgeholt, vor allem aus Osteuropa."
Julia Müller (2), Rebecca Landshut, Britta von Livonius und Jennifer Plass trafen für die Mannschaft von Bundestrainer Michael Behrmann, die sich wenigstens mit der Bronzemedaille für das unglückliche Halbfinal-Aus trösten konnte. Die Hamburgerin Müller war mit 18 Treffern nicht nur Top-Torschützin, sondern wurde auch als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.
"Wir haben uns vorzuwerfen, dass wir das beste Team hier waren, es aber trotzdem nicht geschafft haben, ins Endspiel zu kommen", sagte Behrmann, "mit den Spielerinnen, die hier waren, hätte man klar Weltmeister werden müssen. Das ist ein klarer Vorwurf und da nehme ich mich als Trainer nicht aus."
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