ATP-Turnier in München: Deutsche Profis nutzen Chance nicht
zuletzt aktualisiert: 28.04.2003 - 17:49München (rpo). Tomas Behrend (Sundern), Lars Burgsmüller (Sundern) und Michael Kohlmann (Oberhausen) haben sich im Eiltempo aus dem mit 380.000 Euro dotierten ATP-Turnier in München verabschiedet. Am Dienstag spielt Australian Open-Finalist Rainer Schüttler gegen den Linkshänder Jürgen Melzer (Österreich).
Am meisten Widerstand leistete noch Behrend, der gegen den Australier Wayne Arthurs vor 2.500 Zuschauern auf dem Centre Court nach hartem Kampf 6:7 (4:7), 5:7 verlor. Burgsmüller unterlag dem an Nummer vier gesetzten Niederländer Sjeng Schalken sang- und klanglos in nur 56 Minuten mit 3:6, 1:6. Kohlmann hatte beim 4:6, 1: 6 gegen den an Nummer zwei gesetzten Thailänder Paradorn Srichaphan ebenso wenig Chancen. Als Trostpflaster blieb den drei Deutschen ein Mini-Preisgeld von 3650 Euro.
"Ich habe mich gut gefühlt und bis zum 3:3 auch gut gespielt, von da an aber war ich zu passiv", kritisierte sich Burgsmüller nach der Lehrstunde gegen Schalken selbst. Kohlmann, nur mit Hilfe einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen, kämpfte bei Temperaturen von 25 Grad gegen Srichaphan zwar wacker und holte im ersten Satz nach 2:5 noch auf 4:5 auf, von da an aber diktierte die Nummer zehn des alten Weltranglisten-Systems eindeutig das Geschehen. "Ich bin gar nicht ins Spiel gekommen", sagte der 29-jährige Oberhausener enttäuscht: "Ich habe mich von ihm von der Linie wegpressen lassen, dann hat man schnell verloren."
Nach den Absagen von Tommy Haas (Schulteroperation) und Nicolas Kiefer (Rückenprobleme) ist Schüttler in Münchnen der einzige deutsche Hoffnungsträger. Der Vorjahresfinalist erwischte für sein Erstrunden-Match am Dienstag allerdings ein schweres Los. Sein Gegner Jürgen Melzer scheiterte zuletzt in Houston/Texas erst im Halbfinale am neuen Weltranglistenersten Andre Agassi.
Dennoch hat Schüttler seine Ziel hoch gesteckt. "Letztes Jahr war ich hier im Finale, auch dieses Jahr heißt das Ziel mindestens Viertel- oder Halbfinale." Nach seinem sensationellen Siegeszug bei den Australian Open, der erst im Finale gegen Agassi endete, sieht sich Schüttler weiter auf dem Weg nach oben. "Vor dem letzten Jahr habe ich gesagt, ich will unter die ersten 20, das habe ich geschafft. Jetzt habe ich die Ziele neu definiert. Ich will unter die Top Ten."
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