Wir stellen Ihnen die belgische Ausnahme-Tennisspielerin Kim Clijsters vor und zeigen einige ihrer bemerkenswertesten Bilder.
Sie wurde am 8. Juni 1983 in Bilzen, Belgien, geboren.
Kims Vater, Leo Clijsters (1956–2009), war belgischer Fußball-Nationalspieler. Ihre Mutter, Els Vandecaetsbeek, war belgische Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik.
Ihr Debüt im Profitennis gab Clijsters im Mai 1999 in Antwerpen. Bereits Ende des Jahres gewann sie die ersten Titel im Einzel in Luxemburg und im Doppel in Bratislava mit Laurence Courtois. 2001 erreichte sie bereits ihr erstes Grand-Slam-Finale bei den French Open in Paris, wo sie nur knapp mit 10:12 im dritten Satz Jennifer Capriati unterlag. Den ersten großen Erfolg feierte sie 2002 bei den WTA Tour Championships in Los Angeles, wo sie im Finale die damalige Nummer 1 Serena Williams besiegte.
2003 verlobte sich Clijsters mit ihrem langjährigen Freund, dem australischen Tennisspieler Lleyton Hewitt, die beiden trennten sich im Oktober 2004 kurz vor der geplanten Hochzeit. Seit April 2006 war sie mit dem Basketballspieler Brian Lynch (Foto rechts) verlobt, der für die Mannschaft ihrer belgischen Heimatstadt Bree spielt. Am 13. Juli 2007 heirateten die beiden. Am 27. Februar 2008 kam die Tochter Jada Ellie Lynch zur Welt. Wenige Wochen später brachte Kims 43-jährige Mutter einen Sohn, Zeth zur Welt, somit hat Jada einen jüngeren Onkel. Jada Ellies Patentante ist Elke Clijsters, Kims Schwester, die ebenfalls Tennisspielerin war und als Juniorin 2002 Weltmeisterin im Doppel wurde, allerdings wegen Rückenproblemen ihre Karriere aufgeben musste.
Als sie 2003 die Nummer eins der Welt wurde, hatte sie auch noch keines der großen vier Turniere gewonnen. Inzwischen ist sie dreimalige US-Open-Siegerin. "Als ich 2003 Lindsay Davenport bezwungen habe und erstmals die Nummer eins wurde, war das ein unbeschreibliches Gefühl."
Ihre Rekorde:
2003: Am 10. August 2003 wurde sie die Nummer 1 der Damenweltrangliste, am 18. August erreichte sie als fünfte Frau in der Tennisgeschichte Platz 1 im Einzel und Doppel. Sie war die erste Spielerin, der es gelang, ohne einen Grand-Slam-Titel die Nummer 1 der Weltrangliste zu werden.
In allen gespielten Turnieren erreichte sie mindestens das Halbfinale (ausgenommen die Niederlage in der zweiten Runde in Toronto). Dies gelang bis dahin nur Monica Seles.
2005: Mit ihrem Erfolg in Indian Wells war sie die am niedrigsten platzierte Spielerin der Geschichte (Rank 134), die ein Tier-I-Turnier gewinnen konnte. Als erste Frau nach Steffi Graf gelang es ihr die beiden darauffolgenden Tier-I-Turniere in Indian Wells und Miami zu gewinnen.
Sie gewann die Turnierserie auf den US-amerikanischen Hartplätzen vor Flushing Meadows (US-Open-Series) und danach die US Open, was ihr Preisgeld um 100 % erhöhte. Damit kassierte sie 2,2 Mio. US-$, was auch das höchste Pre
Ihre Rekorde
2006: Mit ihrem Sieg über Martina Hingis im Viertelfinale der Australian Open kehrte Clijsters an die Spitze der Weltrangliste zurück. Sie ist die erste Tennisspielerin, der es gelang, sich innerhalb eines Jahres von Platz 134 auf Platz 1 zu verbessern.
2010: Bei einem Show-Match in Brüssel, das sie gegen Serena Williams mit 6:3, 6:2 gewann, spielte sie vor 35.681 Fans im König-Baudouin-Stadion, was einen neuen Zuschauerrekord im Tennis darstellt.
Das Match gegen Julija Wakulenko galt bis zu ihrem Comeback 2009 als das letzte ihrer Karriere, denn kurz nach dem Warschauer Turnier gab Clijsters auf ihrer Website den sofortigen Rücktritt vom Profitennis bekannt. „Jetzt ist es Zeit für ein neues Leben“, erklärte sie
Clijsters gewann bis zu ihrem Rücktritt 34 Titel im Einzel, darunter einen Grand-Slam-Titel (US Open 2005), und 11 Titel im Doppel. Clijsters war die erste belgische Tennisspielerin auf Platz eins der Weltrangliste und behauptete diese Position 19 Wochen lang zwischen 2003 und 2006.
Im März 2009 kündigte Clijsters, nunmehr als junge Mutter, auf einer Pressekonferenz in ihrem Tennisclub in Bree ihr Comeback an: „Angefangen hat das Ganze mit der Einladung, in Wimbledon gegen Steffi Graf zu spielen. Das fand ich eine große Ehre. Ich habe hart trainiert, um in Wimbledon so fit wie möglich antreten zu können. Und da ich wieder härter zu trainieren begonnen hatte, kam der Hunger wieder. Ich bin noch zu jung, um zuhause herumzusitzen.“
Im August 2009 war Clijsters nach 27-monatiger Pause in den WTA-Zirkus zurückgekehrt. Einen Monat später krönte die Mutter von Töchterchen Jada ihre triumphale Rückkehr mit dem Gewinn der US Open.
Dass Mutter Kim Clijsters noch einmal das Damen-Masters 2010 gewonnen hat, verdankt sie vor allem ihrer Erfahrung. Seit ihrer Fußverletzung nach dem US-Open-Triumph im September hatte die 27-Jährige kein Turnier mehr bestritten. In Doha kam Clijsters, sah und siegte. In einer 140-minütigen Tennis-Schlacht gegen die sieben Jahre jüngere dänische Weltranglistenerste Caroline Wozniacki setzte sich die Belgierin mit 6:3, 5:7, 6:3 durch, kassierte knapp 1,5 Millionen Dollar.
"Nach so vielen Jahren auf der Tour weiß ich, wie ich mit Situationen wie mangelnder Spielpraxis umgehen muss. Ich denke, einige Jahre zuvor, während meiner ersten Karriere, wäre ich dazu nicht in der Lage gewesen", sagte Kim Clijsters, "aber jetzt kenne ich mich halt ein bisschen besser."