Australian Open: Drei Deutsche raus - Kiefer in Runde drei
zuletzt aktualisiert: 19.01.2006 - 11:20Melbourne (rpo). Nicolas Kiefer ist bei den Australian Open in Melbourne erstmals seit 2000 in die Runde der letzten 32 eingezogen. Der Hannoveraner setzte sich gegen Boris Pashanski (Serbien-Montenegro) souverän mit 4:6, 6:1, 6:4, 6:1 durch und folgte damit Qualifikant Denis Gremelmayr (Lampertheim).
Tommy Haas präsentiert sich weiterhin in Topform und hat mit einer exzellenten Leistung die dritte Runde erreicht. Der gebürtige Hamburger deklassierte den US-Amerikaner Paul Goldstein in nur 76 Minuten mit 6:0, 6:1, 6:2 und komplettierte damit ein deutsches Trio unter den letzten 32 beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres.
Dagegen sind Florian Mayer (Bayreuth) und Björn Phau (München) am Donnerstag ebenso gescheitert wie Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn), die als letzte der fünf deutschen Damen auf der Strecke blieb. Mayer unterlag dem Weltranglistenersten Roger Federer (Schweiz) mit 1:6, 4:6, 4:6. Phau scheiterte mit 3:6, 2:6, 1:6 an dem Peruaner Luis Horna. Grönefeld verlor mit 6:4, 4:6, 1:6 gegen die Spanierin Maria Sanchez Lorenzo.
Kiefer hatte gegen den 23-jährigen Pashanski nur im ersten Satz Probleme. Der Hannoveraner verlor gleich sein erstes Aufschlagspiel und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Anschließend aber agierte er gegen den Grand-Slam-Debütanten souverän. Sein nächster Gegner wurde zwischen dem Spanier Juan-Carlos Ferrero und Pashanskis Landsmann Janko Tipsarevic ermittelt.
Mayer war gegen Federer absolut chancenlos. Der Schweizer zeigte sich in der Rod-Laver-Arena erneut in Galaform und scheint in dieser Verfassung kaum zu schlagen. Der Bayreuther ist damit auch in seinem dritten Anlauf nicht über die zweite Runde von Melbourne hinausgekommen.
Phau scheiterte auch bei seinem achten Versuch, in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers einzuziehen. Der 26-Jährige konnte in dem 1:18 Stunden langen Match nur zehn Punkte nach direkten Gewinnschlägen verbuchen und hatte insgesamt lediglich zwei Breakchancen. Horna hatte bereits in der ersten Runde mit seinem Sieg über den französischen Aufsteiger Gael Monfils für Aufsehen gesorgt.
Grönefeld gab gegen Sanchez Lorenzo ein Match aus der Hand, das sie zunächst sicher beherrscht hatte. Der 20-Jährigen fehlt nach ihrer langen Verletzungspause noch Spielpraxis und Selbstvertrauen. Sie kassierte im sechsten Match nach ihrem Comeback die fünfte Niederlage.
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