Frentzen richtet sich auf den hinteren Plätzen ein: DTM: Frentzen baut Doppel-Crash
zuletzt aktualisiert: 16.05.2004 - 15:45Adria (rpo). Im dritten Saisonrennen hat Audi-Pilot Mattias Ekström die Mercedes-Siegesserie in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft gestoppt. Bernd Schneider und Heinz-Harald Frentzen kommen in der neuen Saison hingegen einfach nicht in Tritt.
Mattias Ekström bescherte seinem Arbeitgeber Audi den ersten DTM-Erfolg nach 14 Jahren. Der Schwede verwies beim dritten Saisonrennen auf dem 2,7 km langen Adria Raceway bei Venedig Vorjahressieger Christijan Albers (Niederlande) in einem AMG-Mercedes auf Position zwei. Dritter wurde nach 47 Runden vor 15.000 Zuschauern der ehemalige Formel-1-Pilot Jean Alesi aus Frankreich in einem weiteres Mercedes.
"Unsere Strategie ist voll aufgegangen, auch die Boxenstopps waren perfekt. Endlich hat es für mich wieder zum Sieg gereicht", erklärte Ekström, der nach dem Erfolg vor lauter Freude über sein Auto hinweg direkt in die Arme der wartenden Audi-Truppe sprang. Sein Sportchef Wolfgang Ullrich lobte: "Mattias ist ein tolles Rennen gefahren und hat den Sieg verdient. Ich hatte schon vorher auf ihn gesetzt und bin natürlich überglücklich, dass meine Prognosen tatsächlich eingetroffen sind."
Frentzen enttäuscht
Für Ekström war es der zweite Sieg seiner DTM-Karriere. Seinen ersten Erfolg hatte der 25-Jährige im September 2002 in Zandvoort gefeiert. Er sorgte damit auch dafür, dass Audi schon im dritten Rennen seit der werksseitigen DTM-Rückkehr einen Fahrer ganz oben auf dem Podest stehen hatte. Letzter DTM-Sieger in einem Auto aus Ingolstadt war der dreimalige Le-Mans-Gewinner Frank Biela (Neuss) am 19. April 1992 in einem Audi quattro V8 auf dem Nürburgring.
Der ehemalige Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen kommt in der DTM weiter überhaupt nicht in die Gänge. Der Mönchengladbacher hatte bereits in der vierten Runde eine Kollision mit dem Abt-Audi A4 von Christian Abt (Kempten), in Runde 35 geriet er mit Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) im AMG-Mercedes aneinander. Und kurz darauf krachte "HHF" auch noch in einen Reifenstapel, dabei wurde sein Opel Vectra GTS V8 vorne rechts erheblich beschädigt. "Mein Auto war dadurch nicht mehr richtig fahrbar. Das ist schade, denn ich hätte hier Punkte holen können", sagte Frentzen, der mit Platz sechs im Training sein bislang bestes Ergebnis verbuchte.
Albers führt in Gesamtwertung
Schneider belegte schließlich den 11. Platz, Frentzen landete direkt dahinter nur auf Rang 12. Timo Scheider (Braubach) kam als Fünfter ins Ziel und sorgte damit für das beste Opel-Ergebnis in dieser Saison. Der Engländer Gary Paffett, der den DTM-Auftakt auf dem Hockenheimring gewonnen hatte, verpasste im AMG-Mercedes als Vierter den Sprung aufs Treppchen.
In der Gesamtwertung führt weiter Albers, der vor 14 Tagen in Estoril/Portugal triumphierte, mit nun 26 Punkten. Nur zwei Zähler dahinter folgt Ekström (24) vor Paffett (15). In der Markenwertung übernahm Mercedes durch die bessere Mannschaftsleistung mit 55 Punkten die Führung vor Audi (47) und Opel (15).
"Bei Audi sind alle heiß auf die Revanche. Unser A4 gilt als Kurvenkünstler, das haben wir schon in Estoril in den kurvenreichen Streckenabschnitten gesehen", erklärte Ekström bereits vor seinem Erfolg die Vorteile des neuen Autos. In der Tat war die nur 2,702 km lange Strecke mit ihren vier Spitzkehren für die Ingolstädter wie maßgeschneidert.
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