Engländer gewinnt Spektakel vor 72.000: DTM: Mercedes top, Frentzen abgeschlagen
zuletzt aktualisiert: 18.04.2004 - 15:35Hockenheim (rpo). Der Saisonstart der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) ist ganz im Sinne von Mercedes verlaufen: Doppelsieg für die Marke mit dem Stern. Der DTM-Einstand des Ex-Formel-1-Piloten Heinz-Harald Frentzen verlief hingegen alles andere als erfolgreich.
Der Engländer Gary Paffett hat Mercedes beim auf dem Hockenheimring eine Sternstunde beschert. Der 23-Jährige feierte nach 37 Runden (169,238 km) im neunten DTM-Rennen seiner Karriere überraschend den ersten Sieg und sorgte damit bei seinem Arbeitgeber nach zahlreichen Formel-1-Pleiten in diesem Jahr wieder mal für strahlende Gesichter.
Hinter Paffett, dem deutschen Formel-3-Meister 2002, machte der Niederländer Christijan Albers einen Mercedes-Doppelerfolg perfekt. 72.000 begeiserte Zuschauer entfachten mit bengalischen Feuern und ohrenbetäubendem Lärm eine Volksfeststimmung auf den Rängen. Rang drei ging an den Schweden Mattias Ekström im Audi A4 vor seinem Markenkollegen Tom Kristensen (Dänemark). "Das war für uns ein tolles Comeback. Wir waren etwas zu konservativ, sonst wäre vermutlich sogar noch etwas mehr möglich gewesen", erklärte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.
Frentzen hatte Probleme mit der Abstimmung
Bester Opel-Pilot war der Schotte Peter Dumbreck auf Position sechs. Einen Einstand zum Vergessen erlebte dagegen der ehemalige Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen, der seinen neuen Arbeitgeber Opel in der DTM in diesem Jahr in die Erfolgsspur führen soll. Der Mönchengladbacher, der nach großen Problemen mit der Abstimmung seines Opel Vectra und einem Dreher nur auf dem 16. Startplatz stand, musste sich mit dem 11. Rang begnügen.
"Meine Premiere war nicht so anstrengend wie gedacht, ich bin aber trotzdem ins Schwitzen gekommen", sagte Frentzen, der Probleme mit den Reifen für seinen schlechten Einstand verantwortlich machte. "Ich muss noch lernen, mit den Reifen richtig umzugehen. Ich habe versucht, meine Linie zu finden, das hat aber noch nicht geklappt", fügte "HHF" hinzu.
Mercedes-"Oldtimer" im Pech
Pechvögel waren die Mercedes-"Oldtimer" Jean Alesi und Meister Bernd Schneider. Alesi, der sich am Samstag im Training überlegen die Pole Position gesichert hatte und das Rennen zunächst anführte, fiel wegen Problemen mit dem Unterboden seiner C-Klasse immer weiter zurück, bevor der 39-Jährige in Runde 26 aufgeben musste. "Ich habe das Auto schon früh beschädigt, es hatte aber keinen Sinn mehr, zum Schluss weiterzufahren", sagte Alesi enttäuscht.
Der viermalige DTM-Champiopn Schneider, der danach in Führung lag, schied vier Runden vor dem Rennende aus, nachdem er wegen eines Aufhängungsschadens nach hinten durchgereicht worden war. "Ich hatte zweimal Feindberührung mit anderen Autos, dabei ist vorne rechts der Querlenker beschädigt worden", sagte der 39 Jahre alte Saarländer, der bereits seinen 28. DTM-Sieg vor Augen hatte: "Schade, denn ich hatte die Sache bis dahin im Griff." Schneider sah sich in seinen Prognosen bestätigt. Der Mercedes-Star geht davon aus, dass diese Saison die am härtesten umkämpfte seiner Karriere wird.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







