Erster Tag in Wimbledon: Englischer Regen bringt alles durcheinander
zuletzt aktualisiert: 26.06.2006 - 17:05London (rpo). Der erste Tag der 120. All England Championships in Wimbledon begann typisch britisch: Landregen brachte den Spielplan gleich zu Beginn weitgehend durcheinander. Erst um 18.25 Uhr Ortszeit war das stundenlange Warten beendet. Dann nämlich kapitulierte Oberschiedsrichter Andrew Jarrett vor den Niederschlägen, die keines der vorgesehenen 64 Matches zur Vollendung kommen ließen.
Von den sieben angesetzten deutschen Tennisprofis stand bis dahin lediglich Qualifikant Benedikt Dorsch (Burghausen) auf dem Platz, der zum Zeitpunkt des Abbruchs um 13.44 Uhr 2:6, 1:2 gegen den Belgier Xavier Malisse im Rückstand lag.
Tommy Haas, Alexander Waske, Benjamin Becker, Simon Greul und Anna-Lena Grönefeld waren jeweils als zweites Match angesetzt. Der Korbacher Rainer Schüttler, der die vierte Partie auf Platz vier bestreiten sollte, konnte schon früh davon ausgehen, dass er am Montag nicht mehr spielen würde.
Auch Federer betroffen
Von dem andauernden Niederschlag war auch Titelverteidiger Roger Federer betroffen, der traditionell um 13.00 Uhr Ortszeit (14. 00 MESZ) das Turnier auf dem Centre Court eröffnete. Der 24-Jährige erschien zu seinem Spiel gegen den hoch eingeschätzten Franzosen Richard Gasquet mit einem strahlend weißen Sakko statt einer Trainingsjacke, auf der in goldenen Lettern sein Name eingestickt war. Er passte sich damit dem neuen Nostalgie-Look der Linienrichter an, die durch einen neuen Ausrüster-Vertrag mit einem amerikanischen Modemacher (Ralph Lauren) wie im Stil der 20er-Jahre aussehen.
Federers Match wurde nach nur 35 Minuten Spielzeit beim Stand von 6:3, 1:2 für den Schweizer unterbrochen. Eine nicht beendete Partie wird in Wimbledon normalerweise auf dem gleichen Platz als zweites Match an dem darauffolgenden Tag wieder aufgenommen, so dass Federer am Dienstag nach der Auftaktbegegnung um 14.00 Uhr MESZ von Titelverteidigerin Venus Williams gegen Bethanie Mattek (beide USA) weiter spielen würde.
Keine guten Aussichten
Die Wettervoraussage für den Dienstag war allerdings am Montag nicht besonders ermutigend. Nach Dauerregen am Vormittag waren für den Nachmittag zwar vereinzelte Auflockerungen angekündigt, die jedoch immer wieder von zum Teil ergiebigen Schauern unterbrochen werden können.
Da an den ersten beiden Tagen wegen der noch vollständigen Felder mit jeweils 128 Spielern bei Damen und Herren die meisten Partien abgewickelt werden müssen, ist es möglich, dass erneut nach 2004 der traditionell spielfreie mittlere Sonntag geopfert werden muss, um den Spielplan für die zweite Woche einigermaßen einhalten zu können. Bislang wurde insgesamt erst dreimal (1991, 1997, 2004) an einem "Middle Sunday" gespielt.
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