Tod von Rene Herms: "Er bekommt eine würdige Beerdigung"
zuletzt aktualisiert: 19.01.2009 - 14:11Dresden (RPO). Am 26. Januar wird der verstorbene Mittelstreckenläufer Rene Herms in Pirna (Sachsen) beigesetzt. Das erklärte seine Witwe Stefanie Herms der Sächsischen Zeitung. "Er bekommt eine würdige Beerdigung am 26. Januar in Pirna. Das ist er uns wert, selbst wenn wir Kredite aufnehmen müssen", sagte die 24-Jährige. Der Leichtathlet war am 10. Januar in seiner Wohnung tot aufgefunden worden.
Die Frau des nur 26 Jahre alt gewordenen zwölfmaligen deutschen 800-m-Meisters bekannte, dass sie seit Jahren Angst um ihren Mann hatte. "Ich war immer unruhig, wenn er auf Reisen war. Die Nachrichten von Marathonläufern oder Fußballspielern, die plötzlich tot umkippten, die sah ich immer auch als Warnung für uns. "
Bei Krankheiten soll der Läufer allerdings nie trainiert haben. Er habe nie etwas Leichtsinniges gemacht. "Jedes nötige Medikament verglich Rene mit der Dopingliste, damit ja nichts passiert", sagte die Witwe.
Meldungen, wonach sie die zurzeit vorgenommene Obduktion abgelehnt habe, wies die Physiotherapeutin zurück: "Ich habe mich nie verweigert und wurde auch nicht gefragt", sagte sie: "Es wurde in den vergangenen Tagen viel Falsches in die Welt gesetzt. Obduktion oder nicht. Natürlich will ich auch wissen, woran mein Mann gestorben ist."
Enttäuscht zeigte sich die junge Frau vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Vom Präsidenten Clemens Prokop habe sie ein Kondolenzschreiben bekommen. Zudem habe er angekündigt, dass ihres Mannes bei der Hallen-DM im Februar in Leipzig besonders gedacht werde.
Solange Rene gut rannte, sei er ein toller Sportler gewesen, so Steffi Herms: "Als er aber in Schwierigkeiten steckte, mit Problemen zu kämpfen hatte und Hilfe gebraucht hätte, da wurde ihm der Rücken gekehrt."
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