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Wimbledon: Federer brilliert im Halbfinale gegen Hewitt

zuletzt aktualisiert: 01.07.2005 - 16:21

London (rpo). Auch Lleyton Hewitt hat die Siwegesserie von Rasenkönig Roger Federer nicht stoppen können. Der Schweizer servierte den Australier mit drei mühelos wirkenden Sätzen auf unspektakuläre Art und Weise ab.

Mit einer brillanten Vorstellung zog der Weltranglisten-Erste in sein drittes Wimbledonfinale in Folge ein, in dem er am Sonntag entweder auf Andy Roddick (USA) oder den Schweden Thomas Johansson trifft. 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) lautete das Ergebnis eines überraschend einseitigen Halbfinales zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei aus down under, der das bedeutendste Tennisturnier der Welt vor der Ära Federer 2002 gewann.

Nur noch sechs Minuten benötigte zuvor Lindsay Davenport, um erstmals nach ihrem Triumph über Steffi Graf 1999 wieder ins Wimbledon-Finale einzuziehen. Die 29-Jährige bezwang die Französin Amelie Mauresmo mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 6:4. Die Partie musste am Vorabend beim Stand von 5:3, 0:15 für Davenport im dritten Satz wegen Regens abgebrochen werden. Die US-Amerikanerin trifft im Endspiel am Samstag (15.00 Uhr MESZ) auf Venus Williams (USA).

35 Siege

Auf 35 Siege hintereinander auf Rasen hat Roger Federer seine Erfolgsserie nun ausgebaut und darf auch schon mal daran denken, den Rekord von Björn Borg (41) zu knacken. Borg (1976 bis 1980) und Pete Sampras (1993 bis 1995 und 1997 bis 2000) sind die einzigen Spieler in der Profiära, die dreimal in Folge an der Church Road gewannen. Federer fehlt nur noch ein Sieg, um sich in eine Reihe mit diesen schon legendären Champions zu stellen.

Dabei begleiteten Federer erstmals Zweifel, als er vor gut zwei Wochen in Wimbledon anreiste. Die Dominanz des Eidgenossen war nicht mehr so klar wie in den beiden Jahren zuvor. Er hatte im Halbfinale der Australian Open gegen Marat Safin verloren und im Halbfinale der French Open gegen Jungstar Rafael Nadal. Eine Pleite, die ihm offensichtlich weh tat, und die seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit ankratzte.

Ruhig und selbstbewusst

Doch mit Beginn der Rasensaison änderte sich das Bild langsam wieder. Noch bei seinem dritten Turniersieg bei den Gerry Weber Open in Halle war nicht alles souverän, auch in den ersten Matches in Wimbledon fehlte noch die absolute Leichtigkeit, die sein Spiel in den Jahren zuvor immer ausgezeichnet hatte. In der dritten Runde musste er gegen Nicolas Kiefer einen Satz abgeben und stand kurz davor, in den fünften zu müssen. Doch der 23-Jährige blieb immer ruhig und selbstbewusst. "Mein Spiel wird von Match zu Match besser", sagte er: "Ich bin auch in schwierigen Situationen durchgekommen."

Gegen Hewitt ging er schon wegen seiner überragenden Bilanz als Favorit ins Spiel. Die letzten sieben Matches hat er gegen den Australier nicht mehr verloren, nachdem Hewitt zuvor acht der ersten zehn Duelle gewonnen hatte. Die Wende brachte eine Fünfsatzniederlage im Daviscup 2003. "Da war ich so dicht dran, danach wusste ich, wie ich gegen Lleyton spielen muss", erzählte Federer.

Quelle: sid

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