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Wimbledon: Federer im Halbfinale gegen Hewitt

zuletzt aktualisiert: 29.06.2005 - 17:06

London (rpo). Ein Topduell im Wimbledon-Halbfinale: Titelverteidiger und Rasenkönig Roger Federer trifft in der Vorschlussrunde auf den an Nummer drei gesetzten Australier Lleyton Hewitt. Deutsche Erfolge gab es in den Doppelkonkurrenzen.

Der Schweizer Federer ließ sich auch von Doppel-Olympiasieger Fernando Gonzalez (Chile) nicht aufhalten und setzte sich nach einer souveränen Leistung mit 7:5, 6: 2, 7:6 (7:2) durch.

Der wieder erstarkte Weltranglisten-Zweite Hewitt bezwang fast gleichzeitig den spanischen Favoritenschreck Feliciano Lopez mit 7: 5, 6:4, 7:6 (7:2) und zog damit zum zweiten Mal nach seinem Sieg 2002 wieder ins Halbfinale bei den All England Championships ein. Er ist neben Federer der einzige Spieler im Feld, der das bedeutendste Tennisturnier der Welt bereits gewinnen konnte.

Das zweite Halbfinale bestreiten Vorjahresfinalist Andy Roddick und überraschend der Schwede Thomas Johansson. Roddick, der 2003 die US Open gewann, bezwang den Franzosen Sebastien Grosjean mit 3:6, 6:2, 6:1, 3:6, 6:3 und steht damit an der Church Road zum drittenmal in Folge unter den letzten Vier. Johansson hat dies zum erstenmal in seiner Laufbahn durch den 7:6 (7:5), 6:2, 6:2-Erfolg über David Nalbandian (Argentinien) geschafft. Der 30-Jährige gewann allerdings 2002 die Australian Open, so dass vier Grand-Slam-Sieger in der Vorschlussrunde stehen.

Verlobte gibt Hewitt Kraft

"Ich habe ziemlich gut gespielt und fühle mich glänzend", sagte Hewitt, der nach gelungenen Punkten stets Richtung seiner Loge blickte, wo seine Verlobte Rebecca sitzt: "Es ist toll, dass "Bec" hier ist, sie ist eine große Unterstützung für mich." Er kann gegen Federer auch jede Hilfe brauchen. Mit 7:9 liegt er im direkten Vergleich zurück, konnte die letzten sieben Matches nicht gewinnen. "Roger ist nicht ohne Grund der beste Spieler der Welt und er fühlt sich auf dem Centre Court wie zuhause", sagte Hewitt, "ich muss mir in den nächsten Tagen etwas einfallen lassen."

Federer freut sich derweil auf ein "sehr interessantes, hartes Match". Hewitt sei wieder völlig fit, sagte Federer, "man weiß, dass auf Rasen alles passieren kann". Der Weltranglisten-Erste, der mit seiner Form absolut zufrieden ist: "Ich war sehr erleichtert, wie es heute gelaufen ist, ich fühle mich sehr gut und bis sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale stehe."

Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn hat derweil an der Seite von Martina Navratilova ihre Erfolgsserie im Doppelwettbewerb fortgesetzt und steht bereits das Halbfinale. Die deutsche-amerikanische Kombination bezwang Wera Duschewina (Russland) und Shahar Peer aus Israel mit 7:6 (7:5), 6:4. Die 48 Jahre alte Navratilova strebt an der Church Road bereits ihren 21. Titel an und würde damit alleinige Rekordhalterin vor Billy-Jean King werden. Grönefeld feierte dagegen mit dem Vordringen unter die letzten Vier den größten Erfolg ihrer Karriere.

Schüttler/Waske überstehen Verlängerung

Auch Rainer Schüttler und Alexander Waske setzten ihre Erfolgsserie fort und erreichten nach einer erneuten Hängepartie über zwei Tage das Viertelfinale. Die beiden Hessen, die in London erstmals gemeinsam bei einem Turnier zusammenspielen, bezwangen das tschechische Duo Cyril Suk/Pawel Vizner mit 6:4, 6:4, 7:6 (8:6). Das Match war am Vortag wegen Regens bei 4:3 im dritten Satz abgebrochen worden. Sie treffen in der Runde der letzten Acht nun auf die an eins gesetzten Favoriten Jonas Björkman/Max Mirnyi (Schweden/Weißrussland).

"Erbarme, zu spät, die Hesse komme", stimmte Waske nach dem Coup an. Als erste deutsche Paarung nach Jürgen Faßbender und Hans-Jürgen Pohmann 1975 stießen die beiden in Wimbledon in die Runde der letzten Acht vor. "Das macht alles einen Riesen-Spaß hier", sagte Schüttler, "auch Björkman und Mirnyi sind nicht unbezwingbar, wir werden unsere Chancen haben."

Quelle: afp

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