120. All England Championships: Federer und Nadal bestreiten Wimbledon-Endspiel
zuletzt aktualisiert: 07.07.2006 - 20:57London (rpo). Roger Federer ist zum vierten Mal in Folge ins Finale des bedeutensten Tennis-Turniers der Welt eingezogen. Der 24 Jahre alte Titelverteidiger, der in Wimbledon bereits dreimal triumphierte, gewann das Halbfinale gegen den Schweden Jonas Björkman erwartungsgemäß 6:2, 6:0, 6:2. Im Finale trifft Federer nun auf Rafael Nadal, der mit einem 6:1, 7:5, 6:3-Erfolg über den Zyprer Marcos Baghdatis erstmals in seiner Laufbahn in das Wimbledon-Endspiel einzog.
Federer beherrschte das Match gegen den 34 Jahre alten Doppelspezialisten aus Schweden von Anfang an. Björkman wirkte nervös und schaffte es nie, den Moment auf dem Centre Court zu genießen, wie er es angekündigt hatte. Nach Breaks zum 2:1 und 5:2 war der erste Satz bereits nach 27 Minuten beendet.
Björkmans erneuter Aufschlagverlust zum 0:1 im zweiten Satz bedeutete schon eine Vorentscheidung. Björkman wusste, dass er keine Chance hatte. Nach nur 77 Minuten war das einseitige Spiel beendet.
Der Schweizer ist der erste Spieler der Profi-Ära, der das Endspiel von fünf Grand-Slam-Turnieren in Folge erreicht hat. Und er hat das bei den diesjährigen Championships in Wimbledon als dritter Spieler im modernen Tennis nach Jimmy Connors (1975), Björn Borg und Ilie Nastase (beide 1976) ohne Satzverlust geschafft.
Federer versucht nun als dritter Spieler nach dem 1. Weltkrieg nach Borg (1976 bis 1980) und Pete Sampras (1997 bis 2000), vier Wimbledon-Titel in Folge zu gewinnen.
Federer: "Das wird auf jeden Fall sehr schwer"
Zum ersten Mal nach 1952 stehen sich nun die gleichen Spieler im Wimbledon-Endspiel gegenüber, wie vier Wochen vorher bei den French Open in Paris. Nadal hatte dort seinen Titel mit einem Erfolg über den Schweizer erfolgreich verteidigt und seine Matchbilanz gegen Federer auf 6:1 Siege verbessert. Er kann jetzt als erster Spanier nach Manolo Santana vor 40 Jahren an der Church Road triumphieren.
"Das wird auf jeden Fall sehr schwer", sagte Federer: "Aber ich freue mich auf das Spiel gegen Nadal. Ich habe gegen ihn noch etwas gutzumachen." Auch auf Sandplatz war er teilweise nahe daran, seinen Angstgegner zu besiegen, geschafft aber hat er es nur ein einziges Mal vor mehr als einem Jahr auf Hartplatz. Nadal ist der einzige Spieler, bei dem Federer der Glaube an seine natürliche Überlegenheit fehlt, Nadal steckt unter seiner Haut.
120. All England Championships in Wimbledon (15,2 Millionen Euro)
Herren-Einzel, Halbfinale:
Roger Federer (Schweiz/Nr. 1) - Jonas Björkman (Schweden) 6:2, 6:0, 6:2, Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) - Marcos Baghdatis (Zypern/Nr. 18) 6:1, 7:5, 6:3
Damit im Finale:
Roger Federer - Rafael Nadal
Herren-Doppel, Halbfinale:
Bob Bryan/Mike Bryan (USA/Nr. 1) - Mark Knowles/Daniel Nestor (Bahamas/Kanada/Nr. 3) 6:4, 6:7 (3:7), 7: 6 (7:3), 6:1, Fabrice Santoro/Nenad Zimonjic (Frankreich/Serbien/Nr. 6) - Martin Damm/Leander Paes (Tschechien/Indien/Nr. 7) 6:2, 6:1, 7:5
Damit im Finale:
Bob Bryan/Mike Bryan - Fabrice Santoro/Nenad Zimonjic
Damen-Doppel, Halbfinale:
Zi Yan/Jie Zheng (China/Nr. 4) - Cara Black/Rennae Stubbs (Simbabwe/Australien/Nr. 2) 6:2, 7:6 (7: 3), Virginia Ruano Pascual/Paola Suarez (Spanien/Argentinien) - Juliana Fedak/Tatiana Perebijnis (Ukraine) 6:4, 6:4
Damit im Finale:
Zi Yan/Jie Zheng - Virginia Ruano Pascual/Paola Suarez
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