French Open: Federer zittert sich in Runde zwei
zuletzt aktualisiert: 28.05.2006 - 22:43Paris (rpo). Zum Auftakt der French Open in Paris hat der Weltranglistenerste Roger Federer die zweite Runde erreicht. Gegen den völlig unbekannten argentinischen Qualifikanten Diego Hartfield siegte der Schweizer nach 2:36 Stunden 7:5, 7:6 (7:2), 6:2 und hatte dabei mehr Mühe als erwartet.
"Ich kannte seinen Namen nicht und habe ihn fünf Minuten vor dem Match das erste Mal gesehen. Gerade am Anfang hat er sehr gut gespielt. Das war schon recht hart", sagte Federer, dem in seiner Grand-Slam-Sammlung nur noch der Titel in Paris fehlt. Hartfield war einfach nur glücklich über seinen großen Auftritt und die höchste Prämie seiner Karriere. "Sechs Jahre lang habe ich zweitklassige Turniere gespielt. Da musst du schon gewinnen, um überhaupt etwas zu verdienen. Das war eine schwierige Zeit", meinte der "Gaucho" mit deutschen Vorfahren.
Der Schweizer Federer trifft in der zweiten Runde auf Alejandro Falla (Kolumbien) oder Justin Gimelstob (USA). Sein großer Rivale und Finalbezwinger von 2005, Rafael Nadal aus Spanien, greift erst am Montag gegen Robin Söderling (Schweden) ins Geschehen ein. Auch die insgesamt zwölf deutschen Tennisprofis um den World-Team-Cup-Finalisten Nicolas Kiefer (Hannover) durften sich bei der Sonntagspremiere in Paris noch aufs Training konzentrieren. Am Montag bestreiten Kiefer gegen den Österreicher Jürgen Melzer sowie Florian Mayer (Bayreuth), Philipp Kohlschreiber (Ausgburg) und Martina Müller (Hannover) gegen weitgehend unbekannte Gegner ihre Erstrundenspiele.
Als ein möglicher Konkurrent der großen Favoriten Federer und Nadal spielte sich bei den Herren Tommy Robredo in die zweite Runde. Der Spanier hatte in der Vorwoche in Hamburg sein erstes Masters-Turnier gewonnen und setzte sich mit 6:4, 6:2, 6:2 gegen den Tschechen Tomas Zib durch.
Wenig Mühe hatte zum Auftakt Amelie Mauresmo. Die Nummer eins der Damenrangliste und große Hoffnung der Franzosen auf den lang ersehnten Heimsieg setzte sich mit 6:4, 6:4 gegen Meghann Shaughnessy (USA) durch und muss nun gegen Anastassia Rodionowa oder Wera Dutschewina (beide Russland) antreten. Zudem sorgte der Publikumsliebling bei der mit 14,3 Millionen Euro dotierten Veranstaltung, die als erster Grand Slam der Geschichte bereits am Sonntag statt Montag begann, gemeinsam mit Federer am Zusatztag für gut besuchte Ränge auf dem Court Philippe Chatrier und satte Mehreinnahmen für die Veranstalter.
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