Zwei Weltrekorde in Birmingham: Feofanowa und Gebrselassie glänzen
zuletzt aktualisiert: 22.02.2003 - 11:47Birmingham (rpo). Das Hallen-Meeting in Birmingham hatte es in sich. Wunderläufer Haile Gebrselassie aus Äthiopien und die russische Stabhochspringerin Swetlana Feofanowa sorgten mit zwei Weltrekorden für die Glanzpunkte der Veranstaltung.
Der 29-jährige Gebrselassie verbesserte in 8:04,69 Minuten über die selten gelaufene Strecke von 2 Meilen die drei Jahre alte Bestmarke seines Landsmannes Hailu Mekkonen (8:09,66) um fast fünf Sekunden und stellte seinen 16. Weltrekord auf. "Ihr habt mir geholfen", bedankte sich der Olympiasieger nach seinem ersten Hallenstart in diesem Jahr bei den 8.500 Zuschauern.
Stabhochsprung-Europameisterin Swetlana Feofanowa meisterte zum Abschluss des Meetings 4,77 m und steigerte ihre eigene Bestmarke vom 2. Februar in Glasgow um einen Zentimeter. Die 22-Jährige schaffte diese Höhe im ersten Anlauf und probierte sich danach zwei Mal vergeblich an 4,82 m. Beide Weltrekordler kassierten jeweils 50.000 Dollar Rekordprämie.
Der Äthopier, der nach seinen Olympiasiegen in Atlanta und Sydney 2001 in Edmonton eine WM-Niederlage nach vier Titeln über 10.000 m einstecken musste und zum Marathon wechselte, ist damit erfolgreich auf die kurzen Strecken zurückgekehrt. Nach Verletzungsproblemen hat er sich entschieden, in diesem Jahr keinen Marathon zu laufen. Ursprünglich wollte Gebrselassie sein Hallen-Debüt in Stuttgart geben, musste aber wegen einer Grippe passen.
Niederländer Liefers als Tempomacher
In Birmingham leistete der Niederländer Gert-Jan Liefers als Hase eine ausgezeichnete Tempoarbeit bis zur Zwei-Kilometer-Marke (5:01,37). Der Äthiopier machte dann im Alleingang mit gleichmäßigem Tempo alles klar. Schon bei 3.000 m hatte er mit erstklassigen 8:32,81 Minuten nahezu sechs Sekunden Vorsprung auf seinen Vorgänger, der mit 8:09,39 Minuten ebenfalls noch unter seiner alten Bestmarke blieb.
Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften vom 14. bis 16. März an gleicher Stelle präsentierten sich die Briten. Hallen-Weltmeister Daniel Caines über 400 m in 45,76 Sekunden sowie Dreisprung- Weltrekordler Jonathan Edwards mit 17,44 m gleich im ersten Versuch erzielten Saisonbestwerte. Hallen-Europameister Jason Gardener war über 60 m mit 6,49 Sekunden im Vor- und Endlauf der dominierende Mann. Sein Landsmann und Freiluft-Europameister Dwain Chambers blieb im Vorlauf als Fünfter in 6,68 Sekunden hängen.
Die slowenische Europameisterin Jolanda Ceplak scheiterte mit ihrem Weltrekordversuch über 1000 m in 2:38,02 Minuten um über sieben Sekunden. Wilfried Bungei (Kenia) über 800 m (1:45,81) und Lidia Chojecka (Polen) mit dem Landesrekord über 1500 m (4:03,58) konnten überzeugen und meldeten WM-Medaillenambitionen an. Die Schwedin Kajsa Bergqvist unterstrich im Hochsprung mit 2,02 m ihre Spitzenstellung und scheiterte erst am Landesrekord von 2,04 m.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







