Clijsters gibt "Grünes Licht": Filderstadt: Erstrunden-Aus für Grönefeld
zuletzt aktualisiert: 07.10.2003 - 07:29Filderstadt (rpo). Die einzige deutsche Teilnehmerin beim Tennisturnier von Filderstadt, Anna-Lena Grönefeld, ist bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die 18-Jährige scheiterte an der Spanierin Conchita Martinez.
Die 18-Jährige aus Nordhorn, mit einer Wildcard ins Hauptfeld des mit 650 000 Dollar dotierten Turniers gekommen, unterlag am Montag der Spanierin Conchita Martinez nach zwei Stunden 6:7 (5:7), 2:6. Derweil gab die Weltranglisten-Erste Kim Clijsters "Grünes Licht": Trotz einer Bänderdehnung will die 20-Jährige ihren Titel sowie ihre Spitzenposition gegen ihre belgische Kollegin Justine Henin-Hardenne verteidigen.
Nachdem Grönefeld zuletzt in Leipzig ins Achtelfinale vorgestoßen war, konnte das deutsche Talent dieses Mal keine Punkte für die WTA- Liste (derzeit Rang 121) sammeln. Die 18-Jährige lieferte der an Position 16 geführten Martinez vor allem im ersten Satz über 71 Minuten einen harten Kampf. Am Ende setzte sich in dem Grundlinien- Duell aber die Routine der Wimbledon-Siegerin von 1994 durch. Alle anderen deutschen Spielerinnen - darunter Anca Barna (Nürnberg) und Barbara Rittner (Leverkusen) - waren bereits in der Qualifikation gescheitert. "Der Stand der Dinge im deutschen Damen-Tennis ist momentan einfach so. Da muss man nur die Rangliste anschauen", kommentierte Fedcup-Kapitän Klaus Eberhard auf die mangelnde Präsenz der DTB-Spielerinnen.
Clijsters wird nach einem Freilos in der ersten Runde voraussichtlich erst am Donnerstag gegen die Slowakin Daniela Hantuchova ins Turnier eingreifen. "Die Verletzung wird von Tag zu Tag besser. Ich bin nicht hundertprozentig fit, aber mit einem Tape geht's", verriet sie: "Wenn nichts mehr passiert, trete ich an." Die Weltranglisten-Erste war am 27. September im Halbfinale von Leipzig mit dem rechten Fuß umgeknickt und steht nun unter Druck, wenn sie ihre Spitzenposition nicht verlieren will.
"Ich weiß, dass ich die Nummer 1 werden kann. Ich bin schon sehr nah dran", sagte ihre Freundin und Rivalin Henin-Hardenne. Sie müsste allerdings das Endspiel erreichen und - falls Clijsters ebenfalls so weit kommt - gegen sie gewinnen. Die Führende selbst nimmt die Konstellation relativ gelassen. "Ich wäre nicht enttäuscht, wenn ich nicht mehr die Nummer 1 wäre", sagte Clijsters: "Wenn Serena Williams nicht verletzt wäre, würde ohnehin sie ganz oben stehen." Die Amerikanerin sowie ihre Schwester Venus, die ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte, sind die beiden einzigen Profis aus den Top 20, die in Filderstadt fehlen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







