NFL Europe: Footballer bereiten sich in Florida vor
zuletzt aktualisiert: 03.03.2006 - 13:02Tampa (rpo). Eigentlich sind die American Footballer der sechs NFL Europe-Teams zu beneiden. Bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad, Palmen und einem lauen Lüftchen bereiten sich die Footballer derzeit in Florida auf die am 18. März beginnende Saison vor. Doch von Urlaub keine Spur. Die Spieler rackern und schwitzen für ihre Form stundenlang in brütender Sonne.
"Wir finden hier in Tampa die besten Bedingungen vor, um uns vernünftig auf die kommende Saison vorzubereiten. Da wir in diesem Jahr nur drei Wochen Zeit haben, ist jeder Tag enorm wichtig, um die Spieler zu einer Einheit zu formen", erklärt Rick Lantz, Trainer von Berlin Thunder.
Aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft beginnt die europäische Football-Saison so früh wie nie. Bereits Mitte März findet der erste Spieltag statt, das Finale der 14. Saison steigt am 27. Mai in der Düsseldorfer LTU-Arena.
250 Spieler nach Europa
Die Mutter-Liga "NFL" hat wieder mehr als 250 Spieler nach Europa gesandt, um ihren großen Talenten Spielpraxis zu geben. "Die Qualität ist so hoch wie noch nie. Nicht nur im Bereich der Spielmacher wollen sich die Talentspäher ein Bild machen, wie gut sich ihre jungen Spieler auf dem Rasen geben", sagt Cheforganisator der NFL Europe, Mike Chan.
Nach anfänglichen Zweifeln hat sich Football auch in Europa etabliert und die Macher in Amerika überzeugt. So wurde der Vertrag über weitere fünf Jahre von den NFL-Inhabern mit über 90 Prozent der Stimmen verlängert und gewährleistet nun bei den Amsterdam Admirals, Berlin Thunder, Frankfurt Galaxy, Cologne Centurions, Rhein Fire und den Hamburg Sea Devils, die in ihr zweites Jahr gehen, die nötige Planungssicherheit für die Zukunft.
"Wir bekommen immer mehr positive Signale aus der NFL. Das beweist, dass wir in Europa auf dem richtigen Weg sind, American Football salonfähig zu machen", sagt Sammy Schmale, der im zweiten Jahr das Amt des Managers bei Rhein Fire bekleidet.
Erstmals in der ARD
Erstmals wird die NFL Europe auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Nach dem Super-Bowl-Finale am 5. Februar in den USA zwischen den Pittsburgh Steelers und den Seattle Seahawks (21:10) wird die ARD auch jeden Sonntag über die NFLE berichten. Schmale: "Das macht uns für größere Sponsoren interessant."
Auch die gesteigerten Zuschauerzahlen, in der vergangenen Saison besuchten mit knapp 20.000 Fans im Schnitt so viele wie noch nie die 31 Begegnungen, und die Überlegung, den Modus ab 2007 zu verändern, bieten den Sponsoren eine größere Plattform. Nach der Vorrunde mit zehn Spieltagen will man nicht nur die besten beiden Mannschaften ins Endspiel kommen lassen. Zwei Halbfinalspiele sollen für mehr Spannung sorgen. "Ein Halbfinale zwischen Frankfurt und Düsseldorf würde die Zuschauer elektrisieren und ein volles Stadion garantieren. Wir bräuchten nur einen Spieltag mehr in den Kalender aufzunehmen", sagt Schmale.
Denn ausgerechnet die beiden Zugpferde der vergangenen Jahre sind ins Stocken geraten. Die Galaxy, die bereits dreimal den World Bowl gewann, wurde Vorletzter, Rhein Fire Letzter. Für beide Klubs geht es also um viel. "Wir sind zum Erfolg verdammt. Unsere Zuschauer erwarten nicht nur attraktiven Sport, sondern auch Siege", erklärt Schmale. Deshalb setzte Fire auch Trainer Pete Kuharchek vor die Tür und holte sich in Jim Tomsula einen jungen, hungrigen Coach. Auch die Cologne Centurions trennten sich von ihrem Trainer. Für Peter Vaas kam David Duggan.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







