Kim Clijsters in Eile: French Open: Favoritinnen auf dem Durchmarsch
zuletzt aktualisiert: 31.05.2003 - 15:19Paris (rpo). In der Damenkonkurrenz gibt es bei den French Open bislang kaum Überraschungen: Am Samstag zogen mit Kim Clijsters, Jennifer Capriati und Lindsay Davenport gleich drei Topgesetze ins Achtelfinale ein.
Dabei gaben sie wie Titelverteidigerin Serena Williams (USA) keinen Satz ab. Vorjahresfinalistin Venus Williams (USA) fing sich nach einem schwachen Zweitrunden-Auftritt und steht nach ihrem souveränen 6:1, 6:2-Erfolg über Silvia Farina Elia aus Italien ebenfalls in der Runde der letzten 16.
Dort bekommen es Capriati, die die Qualifikantin Julia Wakulenko aus der Ukraine mit 6:1, 6:2 bezwang, und Venus Williams mit zwei jungen Russinnen zu tun, die bislang ebenfalls souverän durchs Turnier rauschten. Die 20-jährige Nadja Petrowa hatte Monica Seles die erste Auftaktniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier beigebracht und steht nun der Paris-Siegerin von 2001, Jennifer Capriati, gegenüber.
Wera Zwonarewa ist 18 Jahre alt, sicherte sich Anfang Mai in Bol den ersten Titel auf der WTA-Tour und bekommt es nun mit Venus Williams zu tun. Bei ihrem Roland-Garros-Debüt im Vorjahr war Zwonarewa bereits ins Achtelfinale vorgestoßen, wo sie der jüngeren Williams-Schwester Serena sogar einen Satz abnahm.
Kim Clijsters hat es besonders eilig, zum zweiten Mal nach 2001 in Paris ins Finale einzuziehen. Die Belgierin benötigte bei ihrem 6:2, 6:1-Sieg gegen die Argentinierin Paola Suarez erstmals etwas über eine Stunde für ein Match. Zuvor hatte sie Amy Frazier in 45 Minuten und Marlene Weingärtner (Heidelberg) in 52 Minuten abgefertigt. "Nach meinem Titelgewinn auf Sand in Rom bin ich sehr selbstbewusst hierher gekommen", sagte Clijsters. Sie hatte am Samstag erstmals die Gelegenheit, ein komplettes Match ihres australischen Freundes Lleyton Hewitt anzuschauen. Zuvor waren die Spiele des Tennis-Paares immer zeitgleich angesetzt worden.
Lindsay Davenport, die sich wegen ihrer Hochzeit kaum auf Paris vorbereiten konnte, stapelte nach dem 6:3, 7:5 gegen die Französin Nathalie Dechy tief: "Ich fühle mich hier wirklich als Außenseiterin, denn es gibt einige andere, die auf Sand viel besser sind als ich." Davenport spielte in den vergangenen zwei Jahren nicht in Paris. 1998 stand sie im Halbfinale.
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