Popp, Schruff und Barna scheiden in Paris in erster Runde aus: French Open: Mayer klasse - Agassi draußen
zuletzt aktualisiert: 25.05.2004 - 09:05Paris (rpo). Vermutlich hatte Andre Agassi den Namen seines Erstrundengegners bei den French Open in Paris bis zur Auslosung noch nie gehört. Doch der Franzose Jerome Haehnel sorgte mit einem starken Auftritt dafür, dass der ehemals weltbeste Tennisspieler aus Las Vegas ihn nicht so schnell vergessen wird.
Der blonde Elsässer, 271. der Weltrangliste und erstmals in seiner Karriere für ein großes Turnier qualifiziert, bezwang den 34-jährigen Amerikaner in der ersten Runde 6:4, 7:6 (7:4), 6:3 und ließ dabei nicht nur seinen Gegner kopfschüttelnd zurück.
Kühl, sachlich und ohne große Emotionen verabschiedete sich Agassi von den 10.000 Zuschauern auf dem berühmten Court Central. "Ich habe armselig gespielt, die Bälle nicht getroffen, mich schlecht bewegt und nie wohl gefühlt auf dem Platz", meinte der Paris-Sieger von 1999 hinterher sichtlich frustriert. "Ich wüsste auch gerne eine Entschuldigung. Meine Vorbereitung auf Sand war wohl einfach zu wenig. Heute habe ich bekommen, was ich verdiene."
Mayer schlägt chilenischen Weltmeister
Agassi ging geschockt, für die nächste dicke Überraschung unter strahlend blauem Himmel sorgte der deutsche Jungprofi Florian Mayer. Mit kühlem Kopf und cleverer Taktik besiegte der 20 Jahre alte Qualifikant aus Bayreuth den an Nummer 16 gesetzten Chilenen Fernando Gonzalez 6:7 (6:8), 6:1, 6:0, 7:6 (7:5) und zog bei seinem Debüt in Paris auf Anhieb in die zweite Runde ein. Dort trifft er nun auf den Franzosen Nicolas Escude. "Anfangs war ich ein bisschen nervös, aber im zweiten und dritten Satz habe ich das beste Tennis meines Lebens gespielt. Das macht mich stolz, schließlich ist Gonzalez einer der zehn besten Sandplatzspieler der Welt", sagte Mayer.
Zuvor hatte er Gonzalez, der in der vergangenen Woche als Mannschafts-Weltmeister in Düsseldorf ungeschlagen geblieben war, mit variablem Spiel und unermüdlichem Kampfgeist entnervt. 2:5 lag er im vierten Satz schon zurück, dann holte er auf 5:5 auf und nutzte im Tiebreak den zweiten Matchball zum Sieg. Strahlend streckte der Weltranglisten-75. beide Fäuste in den Himmel, auf der anderen Seite des Netzes zerhackte Gonzalez seinen Schläger wütend.
Auch Lars Burgsmüller erreichte mit einem souveränen 7:5, 6: 3, 3:6, 6:1-Erfolg gegen den Franzosen Nicolas Mahut die zweite Runde, wo er nun auf den an Nummer neun gesetzten Briten Tim Henman trifft. Ebenfalls weiter kam Marlene Weingärtner (Moers) mit einem 6:3, 6:3 gegen die an Nummer 27 gesetzte Griechin Eleni Daniilidou.
Popp, Barna und Schruff ausgeschieden
Ausgeschieden sind dagegen der Mannheimer Alexander Popp durch ein 6:4, 3:6, 4:6, 2:6 gegen den Franzosen Michael Llodra sowie zwei deutsche Frauen. Die ehemalige deutsche Meisterin Anca Barna (Moers) verabschiedete sich mit 2:6, 2:6 gegen die Bulgarin Magdalena Maleewa. Qualifikantin Julia Schruff (Stuttgart) verlor nach hartem Kampf gegen die 18-jährige Russin Dinara Safina 5:7, 7: 6 (7:2).
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