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Behrend, Rittner und Popp ausgeschieden: French Open: Schüttler und Kiefer in Runde zwei

zuletzt aktualisiert: 26.05.2003 - 21:36

Paris (rpo). Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer haben die zweite Runde des mit 14,2 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turniers in Paris erreicht. Tomas Behrend, Barbara Rittner und Alexander Popp sind dagegen bereits ausgeschieden.

Barbara Rittners Albtraum war schnell vorüber, Rainer Schüttlers Arbeitssieg dauerte 2:31 Stunden. Zum Auftakt der French Open in Paris scheiterte die erfahrenste deutsche Tennisspielerin am Montag wie erwartet mit 2:6, 1:6 in 54 Minuten an Titelverteidigerin Serena Williams aus den USA. Dagegen mühte sich Australian-Open-Finalist Schüttler zu einem 6:1, 2:6, 6:4, 6:2-Erfolg über den Amerikaner Cecil Mamiit und trifft in der zweiten Runde auf den Franzosen Jean-Rene Lisnard.

Nicolas Kiefer schaffte am Abend als zweiter der insgesamt zwölf deutschen Tennisprofis in Roland Garros den Sprung in die zweite Runde. Der Holzmindener besiegte den australischen Qualifikanten Todd Larkham in einer Zitterpartie mit 6:3, 6:3, 4:6, 2:6, 6:3 und landete nach langer Durststrecke einen Achtungserfolg. Kiefer trifft nun auf Hamburg-Sieger Guillermo Coria aus Argentinien.

Alexander Popp (Mannheim) bleibt nach seiner 5:7, 2:6, 3:6- Niederlage gegen den Österreicher Stefan Koubek ebenso weiter ohne Sieg in Roland Garros wie Tomas Behrend (Hagen) nach der 4:6, 2:6, 3:6-Auftaktpleite gegen den Südafrikaner Wayne Ferreira.

Der an Nummer elf gesetzte Schüttler beendete die Pflichtaufgabe gegen Mamiit mit einem Ass und ballte danach die Faust in Richtung seines angestammten Trainers Dirk Hordorff und seines neuen Sandplatz-Coaches Hernan Gumy. Mit Hilfe des Argentiniers hat Schüttler vor allem sein Spiel auf dem weniger geliebten Belag umgestellt. "Ich habe ein bisschen mehr Drall und mehr Länge in die Bälle bekommen", erzählte der 27-Jährige. Nach elf Jahren Zusammenarbeit mit Hordorff wurde es Zeit für neue Impulse und Tipps.

Nun kann Schüttler sehr weit kommen, zumal sein möglicher Achtelfinal-Gegner Roger Federer aus der Schweiz überraschend mit 6:7 (6:8), 2:6, 6:7 (3:7) am Peruaner Luis Horna scheiterte. Schüttlers nächster Gegner Lisnard bezwang den argentinischen Qualifikanten Mariano Delfino mit 6:1, 6:4, 4:6, 6:4. "Gegen Lisnard habe ich noch nie gewonnen. Er ist sehr beweglich und spielt mit viel Spin", weiß Schüttler. Im Januar brachte der Franzose ihm im Viertelfinale von Chennai/Indien die erste Niederlage des Jahres bei.

Barbara Rittner war restlos bedient. "Bei den French Open auf dem Center Court zu spielen und dann noch gegen diese Ausnahmespielerin, das ist ja alles sehr schön. Aber ich hätte auch gut darauf verzichten können", sagte die Nummer 87 der Weltrangliste. "Selbst wenn Serena mal schlecht beginnt wie heute, spürt man immer, dass man keinen Einfluss auf das Spiel hat", sagte Rittner über das deprimierende Erlebnis bei ihrer 13. Teilnahme in Paris. Das Unheil lag in der Luft. "Ich hatte schon vor der Auslosung geträumt, dass ich gegen Serena spielen muss", erzählte die Doppel-Spezialistin.

Immerhin zwang sie die Turnierfavoritin zu einigen längeren Ballwechseln. "Auf Hartplatz oder Rasen ist das schlimmer, da schlägt es nur ein." Wenigstens nach dem Spiel war Barbara Rittner die Gefragtere. "Ich finde es schon witzig, dass ich jetzt zur Dopingkontrolle muss und sie nicht." Serena Williams sprach in der Zwischenzeit über ihre schönen Erinnerungen an Paris, wo sie 2002 den ersten ihrer vier aufeinander folgenden Grand-Slam-Titel gewann. "Es macht Spaß wieder da zu sein, wo der Zauber im letzten Jahr begann."

Für Lokalmatadorin Mary Pierce war der Zauber schon nach ihrem Auftaktspiel gegen die Argentinierin Clarisa Fernandez (2:6, 3:6) vorbei. Zum ersten Mal überhaupt scheiterte die French-Open- Gewinnerin von 2000 in Paris in der ersten Runde. Im Herren-Feld blieb das Ausscheiden des an Nummer 5 gesetzten Federer die einzige große Überraschung. Sowohl der 99er Champion Andre Agassi (USA) als auch die früheren Paris-Sieger Jewgeni Kafelnikow (Russland) und Carlos Moya (Spanien) erreichten die zweite Runde.

Die deutsche Nummer eins schied im Achtelfinale aus.  Foto: RPO
Die deutsche Nummer eins schied im Achtelfinale aus. Foto: RPO

 
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