Deutsche 200-m-Talente beeindrucken beim Sportfest in Dessau: Friedek patzt in Turin - Mockenhaupt glänzt
zuletzt aktualisiert: 05.06.2004 - 14:30Turin/Dessau (rpo). Noch in der Vorwoche hatte der ehemalige Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek mit 17,40 m beim Sportfest in Wesel ein grandioses Comeback gefeiert. Beim Primo Nebiolo Memorial in Turin brachte Friedek am Freitagabend dann keinen einzigen gültigen Sprung in die Sandgrube.
Als Sieger mit 17,61 m erzielte Schwedens Weltmeister Christian Olsson ebenso Jahres-Weltbestleistung wie die aus Kuba stammende Italienerin Magdeline Martinez mit 14,73 m. Für weitere herausragende Leistungen beim Turiner Grand-Prix-II-Meeting, umbenannt auf den Namen des verstorbenen Weltverbands-Präsidenten Primo Nebiolo, sorgten 800-m-Sieger Florent Lacasse (Frankreich) in 1:44,82 und 3000-m-Sieger David Nyaga (Kenia) in 7:44,37 Minuten.
Neben Friedek war von deutscher Seite über 400 m Hürden nur seine Leverkusener Klubkameradin Maren Schott am Start und wurde in 58,91 Sekunden Letzte beim Sieg der Rumänion Ionela Tirlea (54,86).
Mockenhaupt in Dessau stark
Beim Sportfest in Dessau stellte Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) trotz feucht-kühlen Witterungsbedingungen in 8:56,03 Minuten eine deutsche Jahresbestzeit über 3000 m auf. Auf der 800-m-Distanz erzielte Kathleen Friedrich (Potsdam) in 4:10,44 ihre beste Zeit seit eineinhalb Jahren.
Erfreulich auch der Auftritt der jungen deutschen 200-m-Talente. Über 200 m schlug der Schalker Sebastian Ernst vor 4000 Zuschauern in 20,88 Sekunden den Hamburger 400-m-Europameister Ingo Schultz (21,00) und in 21,04 lag auch Till Helmke (Friedberg-Fauerbach) noch vor dem Kornwestheimer Tobias Unger (21, 06), der im März Dritter bei der Hallen-WM geworden war.
Ein Kälteeinbruch mit Dauerregen hatte vor allem zum Auftakt die Leistungen beeinträchtigt. Im Stabhochsprung genügten dem Australier Dmitri Markow 5,50 m zum Sieg vor dem Amerikaner Brad Walker (5,40). Während Olympiasieger Nick Hysong (USA) als Vierter nicht über 5,20 m hinauskam und Michael Stolle (Leverkusen) ohne gültigen Versuch blieb, verzichtete der frühere Hallen-Weltmeister Tim Lobinger (Köln) wegen der Verletzungsgefahr auf den Start.
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