Siebter Spieltag der NFL Europa: Galaxy gelingt Revanche gegen Fire
zuletzt aktualisiert: 28.05.2007 - 10:32Neuss (RPO). Football-Rekordchampion Frankfurt Galaxy und die Centurions Köln sind in der NFL Europa weiter auf World-Bowl-Kurs. Die "Galaktischen" nahmen mit einem 23:10-Sieg gegen den Erzrivalen Rhein Fire erfolgreich Revanche für die Pleite vor zwei Wochen und haben als Tabellenführer das Finale am 23. Juni im eigenen Stadion weiter fest im Visier.
Auf den Fersen blieben dem Titelverteidiger die Kölner, die nach dem souveränen 30:7 bei Vizemeister Amsterdam Admirals ebenfalls fünf Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto haben.
Die Frankfurter hatten vor 32.789 Zuschauern im 26. Duell der ältesten deutschen Teams der Liga lange Zeit arge Probleme mit dem Tabellenletzten Fire. Die Düsseldorfer führten vor der Halbzeit schon mit 10:3, gaben aber nach der Pause das Spiel noch aus der Hand. Matchwinner für die Gastgeber war Quarterback J.T. O'Sullivan, der in der zweiten Halbzeit zwei Touchdown-Pässe warf.
"Wir haben auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben und haben uns ins Spiel zurückgekämpft", sagte Headcoach Mike Jones und lobte seinen Spielmacher: "O'Sullivan ist sehr gut mit dem Druck umgegangen, den die Fire-Abwehr auf ihn ausgeübt hat." Die Düsseldorfer, die das Hinspiel vor zwei Wochen noch 27:24 gewonnen hatten, verspielten mit der fünften Saisonniederlage die letzte Finalchance. "Den World Bowl können wir jetzt nicht mehr erreichen", sagte Abwehrspieler Christian Mohr.
Die Kölner hatten bereits am Freitag bei ihrem Angstgegner Amsterdam vorgelegt und für einen Tag die Tabellenführung übernommen. Der zweite Sieg in Folge gegen die Niederländer, gegen die die Centurions ihre ersten fünf Spiele verloren hatten, geriet nie ernsthaft in Gefahr.
Gleich der erste Angriff führte zum ersten Touchdown durch Tony Curtis. Überragend waren vor 11.714 Fans neben Quarterback Erik Meyer die Running Backs Derrick Ross und A.J. Harris, die den Ball jeweils über mehr als 100 Yards trugen.
Einziger ernsthafter Konkurrent für das Spitzenduo Frankfurt und Köln sind die Hamburg Sea Devils, die mit 17:7 gegen Berlin Thunder ihren vierten Saisonerfolg feierten. "Es war das vielleicht schwierigste Spiel der Saison", sagte Headcoach Vince Martino, dessen Team bis zum letzten Viertel noch mit 3:7 zurückgelegen hatte: "Wir haben im ersten Durchgang zu viele Fehler in der Offensive gemacht, waren in der zweiten Halbzeit aber stark verbessert."
Vor 18.337 Zuschauern überzeugte vor allem die Hamburger Defensive, die keinen einzigen Touchdown, sondern lediglich zwei Fieldgoals zuließ. Die Entscheidung brachte ein Touchdown-Pass von Spielmacher Casey Bramlet über 78 Yards auf Josh Davis.
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