Zwei-Satz-Sieg gegen Garrigues: German Open: Barna erreicht zweite Runde
zuletzt aktualisiert: 05.05.2003 - 15:54Berlin (rpo). Bei den 96. German Open in Berlin hat die deutsche Tennis-Meisterin Anca Barna als erste Deutsche die zweite Runde erreicht.
Nur die deutsche Tennis-Meisterin hat die international zweitklassige einheimische Elite zum Start der 96. German Open vor einer Pleite bewahrt. Die Nürnbergerin Anca Barna schaffte am Montag mit 6:4, 6:2 gegen die Spanierin Anabel Medina Garrigues den einzigen deutschen Sieg. Fedcup-Spielerin Martina Müller (Hannover) kassierte mit dem 4:6, 4:6 gegen die kroatische Qualifikantin Jelena Kostanic dagegen ihre sechste Erstunden- Niederlage hintereinander.
Gescheitert ist auch Anna-Lena Groenefeld. Das 17 Jahre alte Talent aus Nordhorn, das über die Qualifikation erst zum zweiten Mal überhaupt das Hauptfeld eines WTA-Turniers erreicht hatte, verlor 2:6, 3:6 gegen die Tschechin Daja Bedanova. Erst am Dienstag greifen Barbara Rittner, Marlene Weingärtner und Angelika Bachmann ein.
Anca Barna stand als einzige Spielerin direkt im 56-köpfigen Hauptfeld und schaffte gegen Anabel Medina Garrigues im zweiten Vergleich den ersten Sieg. "Das ist ein tolles Gefühl, das letzte Mal habe ich ein enges Match gegen sie verloren", meinte die Linkshänderin nach der fast 100 Minuten langen typischen Sandplatz- Begegnung mit vielen Grundlinienduellen.
Nächste Gegnerin der Weltranglisten-73. ist entweder Anna Pistolesi aus Israel oder die Russin Tatjana Panowa, die Nummern 20 beziehungsweise 31 der Rangliste. "Man hat immer eine Chance", meinte Anca Barna. Das Viertelfinale in Dubai und die dritte Runde bei den Australian Open sind 2003 die besten Ergebnisse der gebürtigen Rumänin, die in Melbourne an Venus Williams gescheitert war. Die Amerikanerin hatte für Berlin am Sonntag wegen einer Bauchmuskelzerrung abgesagt.
Anna-Lena Groenefeld verpasste ein reizvolles Duell gegen Vorjahressiegerin Justine Henin-Hardenne (Belgien). Die Nummer 309 der Weltrangliste leistete sich gegen die 265 Ränge besser platzierte Daja Bedanova zu viele Fehler. "Es war eine Erfahrung. Das Niveau im Hauptfeld ist noch einmal höher", sagte die Nachwuchshoffnung, die sich wie Barbara Rittner durch die Qualifikation gespielt hatte. Die Fedcup-Spielerinnen Martina Müller und Marlene Weingärtner hatten ebenso wie Angelika Bachmann Wild Cards erhalten.
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