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Tischtennis-EM in Belgrad: Gold-Quintett in guter Frühform

zuletzt aktualisiert: 29.03.2007 - 20:18

Belgrad (RPO). Bei der Tischtennis-EM in Belgrad haben Deutschlands frisch gekürte Europameister ihre ersten Bewährungsproben als Einzelkämpfer erfolgreich absolviert. Das Gold-Quintett des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) mit dem Weltranglistenvierten Timo Boll (Gönnern) an der Spitze marschierte zwei Tage nach seinem Triumph im Mannschafts-Wettbewerb ohne Ausfall in die Runde der besten 32 des Einzel-Wettbewerbs.

Timo Boll steht mit Christian Süß im Finale.  Foto: AFP, AFP
Timo Boll steht mit Christian Süß im Finale. Foto: AFP, AFP

Boll präsentierte sich bei seinen ersten zwei Solo-Auftritten besonders souverän und blieb als einziger DTTB-Spieler ohne Satzverlust. Nach einer besseren Trainingseinheit gegen den 467 Positionen tiefer notierten Österreicher Stefan Fegerl siegte der topgesetzte EM-Champion von 2002 auch gegen den weißrussischen Abwehrstrategen Jewgeny Schetinin 4:0, nachdem der zweimalige Weltcupsieger im Mannschafts-Viertelfinale gegen den Würzburger Bundesliga-Profi noch mehr Mühe gehabt hatte.

"Ich habe aus dem Mannschafts-Spiel gelernt und nicht so wild, sondern kontrollierter gespielt, ihn immer wieder durch ein paar Schupfbälle in seinem Rhythmus gestört", beschrieb der 26-Jährige sein Erfolgsrezept. Die beiden vorangegangenen Doppel-Spiele mit Christian Süß (Düsseldorf) ins Viertelfinale, wo die WM-Zweiten nur noch ein Sieg am Freitag vom Gewinn ihrer zweiten EM-Medaille nach Bronze 2005 trennt, schien Boll nicht als Belastung empfunden zu haben: "Spiele gegen Abwehr kosten immer mehr Kraft, und ich hätte auch gedacht, dass ich nach vier Spielen einigermaßen groggy wäre. Aber ich fühle mich fit."

Boll nun gegen Klasek

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale muss Boll am Freitag (10.30 Uhr) gegen den Tschechen Marek Klasek antreten. "Ein unangenehmer Gegner und keinesfalls leicht - aber ich weiß, dass er auch nicht gerne gegen mich spielt", meinte der deutsche Meister schmunzelnd.

Neben Boll erreichten aus dem siegreichen EM-Team auch Süß, Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Gönnern), Jungstar Dimitrij Ovtcharov (Tündern) und Bastian Steger (Frickenhausen) den dritten Durchgang. Bei den Frauen spielte am Donnerstagabend noch das komplette DTTB-Quartett mit Nicole Struse, Wu Jiaduo (beide Kroppach), Elke Wosik und Laura Stumper (beide Busenbach) um den Sprung ins Achtelfinale, und im Mixed-Viertelfinale winkte Wu mit Patrick Baum (Frickenhausen) die erste DTTB-Medaille im Gemischten Doppel seit 2000.

Zuvor hatte das DTTB-Aufgebot den berüchtigten "Großkampftag" mit bis dahin 24 Einsätzen sehr positiv gestaltet. Dazu zählten auch die Achtelfinal-Einzüge der deutschen Frauen-Doppel Struse/Stumper und Wosik/Wu. Lediglich der nur für die Einzel-Wettbewerbe nominierte Ex-Jugendweltmeister Baum musste durch das Erstrunden-Aus im Einzel und dem Drittrunden-K.o. im Doppel mit Ovtcharov herbere Enttäuschungen verkraften. Im Doppel war für Roßkopf/Steger ebenso im Achtelfinale Endstation wie für Süß/Wosik im Mixed.


Tischtennis, EM in Belgrad, Einzel-Wettbewerbe, Ergebnisse von Spielen mit deutscher Beteiligung:

Männer:

Einzel, 1. Runde: Timo Boll (Gönnern) - Stefan Fegerl (Österreich) 4:0 (11:8, 11:5, 11:7, 11:1), Jörg Roßkopf (Gönnern) - Tarmo Valdre (Estland) 4:0 (11:5, 11:4, 11:6, 11:0), Bastian Steger (Frickenhausen) - Erik Illas (Slowakei) 4:1 (9:11, 11:5, 11:6, 11: 5, 12:10), Christian Süß (Düsseldorf) - Peter Sereda (Slowakei) 4:2 (9:11, 11:5, 11:5, 7:11, 11:9, 12:10), Dimitrij Ovtcharov (Tündern) - Fabio Santomauro (Luxemburg) 4:0 (11:6, 11:5, 11:8, 11:5), Peter Fazekas (Ungarn) - Patrick Baum (Frickenhasen) 4:2 (11:7, 11:9, 7: 11, 11:3, 6:11, 15:13). - 2. Runde (letzte 64): Boll - Jewgeny Schetinin (Weißrussland) 4:0 (11:6, 11:7, 11:8, 11:4), Roßkopf - Jaromir Truksa (Slowakei) 4:2 (11:8, 11:13, 8:11, 11:9, 11:9), Steger - Martin Monrad 4:2 (9:11, 11:6, 11:9, 11:13, 12:10, 13:11), Süß - Emannuel Lebesson (Frankreich) 4:1 (11:7, 7:11, 11:2, 11:7, 11:8), Ovtcharov - Dimitri Mazunow (Russland) 4:3 (18:20, 12:10, 11: 7, 4:11, 7:11, 11:8, 11:7).

Doppel, 3. Runde: Boll/Süß - Geir Erlandsen/Wang Jianfeng (Norwegen) 3:1 (11:5, 7:11, 12:10, 11:4), Roßkopf/Steger - Marcos Freitas/Ricardo Oliveira (Portugal) 3:1 (8:11, 11:5, 11:8, 11:3), Chen Weixing/Robert Gardos (Österreich) - Ovtcharov/Baum 3:2 (11: 13, 11:2, 11:8, 8:11, 11:9). - Achtelfinale: Boll/Süß - He Zhiwen/Carlos Machado (Spanien) 3:1 (6:11, 11:3, 11:9, 13:11), Mazunow/Alexei Smirnow (Russland) - Roßkopf/Steger 3:1 (6:11, 11:6, 11:6, 11:8).

Frauen:

Einzel, 2. Runde: Nicole Struse (Kroppach) - Carla Nouwen (Niederlande) 4:1 (13:11, 11:9, 12:14, 11:6, 11:8), Elke Wosik (Busenbach) - Suncica Vugrinec (Bosnien-Herzegowina) 4:0 (11:2, 11: 5, 11:2, 11:3), Wu Jiaduo (Kroppach) - Martina Safran (Slowenien) 4: 3 (10:12, 8:11, 11:8, 11:2, 13:11, 8:11, 11:6), Laura Stumper (Busenbach) - Gordana Plavsic (Serbien) 4:2 (14:12, 7:11, 8:11, 11: 8, 11:8, 11:9). - 3. Runde (letzte 32): Struse - Veronika Pawlowitsch (Weißrussland) 4:0 (11:7, 11:5, 11:7, 11:7, Wosik - Wang Yu (Italien) 4:0 (11:2, 11:8, 11:8, 11:8), Wu - Xu Jie (Polen) 4:1 (4:11, 12:10, 11:8, 11:4, 11:5), Ni Xia Lian (Luxemburg) - Stumper 4:0 (11:7, 11:1, 11:9, 11:7).

Doppel, 3. Runde (letzte 32): Struse/Stumper - Li Qianbing/Martina Petzner (Österreich) 3:1 (11:2, 13:11, 8:11, 11: 5), Wosik/Wu - Katalina Gatinska/Assija Kassabowa (Bulgarien) 3:0 (11:6, 11:4, 11:4).

Mixed, Achtelfinale: Baum/Wu - Danny Heister/Li Jiao (Niederlande) 3:2 (4:11, 14:16, 11:6, 11:7, 11:8), Smirnow/Krisztina Toth (Ungarn) - Süß/Wosik 3:2 (11:8, 8:11, 9:11, 12:10, 11:7). - Viertelfinale: Fedor Kuzmin/Oxana Fadejewa (Russland) - Baum/Wu 4:2 (12:10, 11:5, 8:11, 6:11, 11:4, 12:10).

Quelle: sid

 
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