Schüttler und Burgsmüller raus: Guter Start für Haas beim Heimatturnier
zuletzt aktualisiert: 26.04.2005 - 17:30München (rpo). Lokalmatador Tommy Haas ist trotz des tiefen Platzes und schwerer Bälle ein guter Start ins Heimatturnier gelungen. Der 26-Jährige besiegte den Spanier Nicolas Almagro in zwei Sätzen. Dagegen musste Rainer Schüttler bereits in Runde eins die Segel streichen.
Der Korbacher musste sich mit einer klaren 4:6, 2:6-Niederlage gegen den Brasilianer Ricardo Mello unerwartet früh verabschieden und kassierte bereits seine sechste Erstrunden-Pleite in diesem Jahr. Schüttler, im Vorjahr in München erst im Viertelfinale gescheitert, verlor nach nur 1:17 Stunden gegen den brasilianischen Linkshänder Mello (55. der Weltrangliste).
Unbeeindruckt vom Regenchaos am ersten Tag bezwang der 26 Jahre alte Haas am Dienstag zum Auftakt des ATP-Turniers in München den jungen Spanier Nicolas Almagro 7:5, 6:3 und zog damit als erster deutscher Profi ins Achtelfinale ein.
Dort trifft Haas auf den Sieger der Begegnung zwischen Hyong-Taik Lee (Südkorea) und dem "Lucky Loser" Jean-Rene Lisnard (Frankreich). "Durch den vielen Regen waren die Bedingungen sehr schwierig. Im ersten Satz habe ich ganz gutes Tennis gespielt, im zweiten solide", sagte ein erleichterter Haas: "Ich bin richtig zufrieden, das erste Match gut überstanden zu haben."
Für Lars Burgsmüller (Mülheim) hingegen war der erste Auftritt bei der mit 323.250 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung zugleich der letzte: Der 29-Jährige unterlag dem Argentinier Juan Monaco am Ende klar mit 5:7, 3:6.
Nur 500 Zuschauer
Vor nur 500 Zuschauern auf dem Centre Court zeigte Haas auf der nassen roten Asche gute Form und schlug immerhin zwölf Asse. Nach 1:19 Stunden verwandelte der an Nummer vier gesetzte Favorit den ersten Matchball gegen den 19-jährigen Almagro, 99. der Weltrangliste (Entry-System) und im letzten Jahr um über 700 Plätze nach oben geklettert. Im ersten Satz nutzte Haas den dritten Satzball zum 7:5, im zweiten Satz machte er mit einem Break zum 2:0 schnell alles klar.
"Es war nicht einfach gegen einen solchen Jungen, der vielleicht der nächste große Spanier werden kann", lobte Haas seinen unbekannten Gegner. "Für mich ist es das erste Sandturnier seit langer Zeit. Es dauert noch ein Weilchen, bis ich mich wieder richtig reingespielt habe."
In der vergangen Woche hatte sich Haas in Houston/USA schon im Viertelfinale gegen den Österreicher Jürgen Melzer verabschiedet, in München sind die Ziele in jedem Fall höher gesteckt. "Ich hatte in diesem Jahr ein paar Problemchen, zuletzt ein bisschen Grippe. Aber jetzt ist alles wieder okay. Der Körper fühlt sich gut an", sagte Haas, wollte die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben: "Ich denke hier nur von Runde zu Runde."
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