French Open in Paris: Haas entscheidet deutsches Duell für sich
zuletzt aktualisiert: 30.05.2006 - 15:54Paris (rpo). Bei den French Open in Paris hat Tommy Haas zum Auftakt das deutsche Duell gegen Rainer Schüttler gewonnen. Der gebürtige Hamburger setzte sich in nur 1:41 Stunden mit 6:4, 6:3, 6:3 durch und bekommt es nun mit seinem Daviscup-Kollegen Alexander Waske (Frankfurt/Main) zu tun.
Haas fühlte sich allerdings noch lange nicht wieder auf der Höhe und hatte bis 30 Minuten vor dem Match sogar über eine Absage nachgedacht. "Ich habe überlegt, ob es nach dem Allergie-Schock von Hamburg überhaupt Sinn macht, hier zu spielen. Am Ende habe ich dann aber gedacht, versuch es halt einfach mal", erklärte Haas.
Nachts habe er nach wie vor Probleme, Luft zu bekommen und irgendwie war es wohl auch mehr Trainer Thomas Hogstedt, der wollte, dass Haas spielt. In der zweiten Runde muss der gebürtige Hamburger schon wieder gegen einen Daviscup-Kollegen antreten, denn der Frankfurter Alexander Waske bezwang Fernando Vicente (Spanien) mit 6:4, 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:4). Qualifikant Dieter Kindlmann (Sonthofen) sorgte mit seinem 6:3, 6:2, 6:2-Erfolg über Razvan Sabau (Rumänien) schließlich dafür, dass sieben von zwölf gestarteten deutschen Profis die zweite Runde erreichten.
Schüttler: "Er war klar besser"
Auch Rainer Schüttler musste nach seiner dritten Niederlage im siebten Duell mit Haas kaum über das Match reden ("Er war klar besser"), sondern eröffnete Folgendes: "Ich hatte in den vergangenen zwei Monaten Pfeiffersches Drüsenfieber und lag wohl sechs von acht Wochen im Bett. Aber die Ärzte sagen, jetzt soll ich wieder gesund sein. Ich muss nur aufpassen, dass es keinen Rückschlag gibt."
Erst am Montagabend hatte Schüttler die Diagnose nach verschiedenen Blutuntersuchungen bekommen. "Ich habe ja nicht gewusst, was es ist", erklärte der 30-Jährige, der bis zuletzt von einer Grippe oder einer Lebensmittelvergiftung ausgegangen war.
Nur kleine Wehwehchen plagen dagegen Anna-Lena Grönefeld. Die Nordhornerin spielte bei ihrem 6:1, 6:1 über Camille Pin aus Frankreich mit einem dicken Tapeverband am rechten Arm, gab aber nach dem Spiel Entwarnung: "Letzte Woche hatte ich plötzlich Schmerzen im Bizeps. Aber die sind eigentlich weg. Das ist nur eine Vorsichtsmaßnahme."
Ausgeschieden sind beim zweiten Grand Slam des Jahres die Fed-Cup-Spielerinnen Julia Schruff (Augsburg) und Sandra Klösel (München) sowie Björn Phau (Dramstadt). Schruff verlor 4:6, 2:6 gegen die Tschechin Zuzana Ondraskova und scheiterte damit zum vierten Mal in Folge in der ersten Runde von Paris. Klösel zog gegen Melinda Czink aus Ungarn mit 4:6, 6:4, 2:6 den Kürzeren. Phau musste sich Lokalmatador Paul-Henri Mathieu mit 4:6, 2:6, 1:6 geschlagen geben.
Eine erfolgreiche Rückkehr nach Paris gelang Martina Hingis. Die frühere Weltranglistenerste besiegte fünf Jahre nach ihrem bis dato letzten Auftritt auf dem Court Philippe Chatrier Lisa Raymond (USA) mit 6:2, 6:2.
Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne hat souverän die zweite Runde erreicht. Die Belgierin setzte sich mit 6:3, 6:1 gegen Maret Ani aus Estland durch. Henin-Hardenne trifft nun auf Jill Craybas aus den USA oder Anastasia Jakimowa aus Weißrussland. Ausgeschieden ist dagegen die Weltranglistendritte Nadja Petrowa aus Russland. Die Gewinnerin der German Open in Berlin musste sich Akiko Morigami aus Japan 2:6, 2:6 geschlagen geben.
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