Tennis: Haas und Mayer im Achtelfinale von Halle
zuletzt aktualisiert: 06.06.2005 - 20:09Halle/Westfalen (rpo). Tommy Haas und Florian Mayer stehen im Achtelfinale der Gerry Weber Open in Halle. Der 21-Jährige Mayer setzte sich in seiner Auftaktpartie bei dem Rasenturnier in Westfalen mit 6:4, 7:6 (7:4) gegen den Russen Michail Juschnj durch, während Haas den Tschechen Jiri Novak 6:4, 6:1 bezwang.
"Ich bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe", sagte Haas nach seinem gelungenen Auftritt, mit der er auch Revanche für die Vorjahresniederlage gegen den Tschechen im Viertelfinale nahm: "Wir haben ja nur vier, fünf Turniere in Deutschland, da ist es sehr wichtig, gut zu spielen."
Mayer hatte vor einem Jahr in Wimbledon das Viertelfinale erreicht und damit seinen Durchbruch auf der ATP-Tour geschafft. Zuvor hatte Mayer auf Sand vier Erstrunden-Niederlagen in Folge kassiert.
Mayer gelang damit auch eine erfolgreiche Revanche für die Auftaktniederlage gegen den Russen vor einem Jahr an gleicher Stelle. Es war im dritten Aufeinandertreffen sein erster Erfolg gegen Juschnj. Dabei belegte der Bayreuther, dass mit ihm auf dem schnellen Untergrund zu rechnen ist.
Haas nun gegen Melzer
Tommy Haas hat bei dem mit 680.000 Euro dotierten Rasenturnier in Halle/Westfalen problemlos die nächste Runde erreicht. Der an Nummer sieben gesetzte deutsche Daviscupspieler bezwang in der ersten Runde den Tschechen Jiri Novak 6:4, 6:1 und trifft nun auf den Österreich Jürgen Melzer.
Für den zweimaligen Wimbledon-Viertelfinalisten Alexander Popp haben sich die Hoffnung auf eine gelungene Generalprobe für sein Lieblingsturnier dagegen nicht erfüllt. Der Mannheimer unterlag dem an Nummer zwei gesetzten Russen Marat Safin mit 3:6, 2:6 und konnte damit die Chance auf eine Überraschung nicht nutzen. Denn Safin hasst das Spiel auf der "Wiese" eigentlich und hat als bestes Ergebnis an der Church Road nur eine Viertelfinalteilnahme 2001 vorzuweisen. Der Zwei-Meter-Schlaks ist aber noch weit von seiner Bestform entfernt.
Nun wartet wohl Federer auf Mayer
"Rasen kommt meinen Spiel wohl entgegen, weil der Ball flach abspringt", sagte Mayer, "und Wimbledon ist noch besser, weil es etwas langsamer ist." Doch auch bei der mit 680.250 Euro dotierten Veranstaltung in Halle war der Blondschopf aus Franken schon nicht mehr gegenüber den letzten Wochen wiederzuerkennen. Nach gelungenen Punkten ballte er die Hand zur Faust, feuerte sich selbst ständig an und kommunizierte mit Trainer Ulf Fischer. "Eigentlich habe ich immer gedacht, dass Sand mein Lieblingsbelag ist, aber nach den schlechten Ergebnissen in den letzten Wochen weiß ich das wirklich nicht mehr", sagte der Mannschaftsweltmeister.
Wahrscheinlich wird er in seinem zweiten Match nun auf Roger Federer treffen, der in seinem Erstrundenmatch auf den Schweden Robin Söderling trifft. Der Schweizer ist seit 24 Spielen auf Rasen ungeschlagen, gewann in den letzten beiden Jahren jeweils zuerst in Halle und anschließend "The Championships". Dennoch freut sich der Deutsche auf das Duell mit dem Topfavoriten: "Das ist doch ein Traum, ich habe gar nichts zu verlieren, ich kann ganz locker aufspielen."
1. Runde: Tommy Haas (Sarasota/USA/Nr. 7) - Jiri Novak (Tschechien) 6:4, 6:1, Marat Safin (Russland/Nr. 2) - Alexander Popp (Mannheim) 6:3, 6:2, Florian Mayer (Bayreuth) - Michail Juschnj (Russland) 6:4, 7:6 (7:4), Guillermo Canas (Argentinien/Nr. 4) - Fernando Verdasco (Spanien) 6:4, 6:4, Feliciano Lopez (Spanien/Nr. 8) - Kenneth Carlsen (Dänemark) 7:6 (7:3), 7:6 (7:5), Jürgen Melzer (Österreich) - Alberto Martin (Spanien) 7:5, 6:7 (3: 7), 7:6 (7:3), Olivier Rochus (Belgien) - Cyril Saulnier (Frankreich) 6:4, 6:4
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