In der Relegation zur Weltgruppe heißt der Gegner Slowakei: Harter Brocken für deutsches Davis-Cup-Team
zuletzt aktualisiert: 13.04.2004 - 14:25London/Neuss (rpo). Vor der Rückkehr des deutschen Davis-Cup-Teams in die Weltgruppe müssen Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Tommy Haas und Co. vom 24. bis 26. September einen echten Härtetest bestehen. Die Auslosung der Relegationsbegegnung bescherte der Mannschaft von Patrik Kühnen ein Auswärtsspiel in der Slowakei.
"Eijeijei, das hätte wirklich einfacher kommen können", fand Kiefer. Schüttler sprach von einer "richtig schweren Aufgabe", und Kapitän Kühnen stellte kurz und trocken fest: "Hammer." Im fernen Houston, wo gerade der Morgen graute, nahm es Tommy Haas mit Galgenhumor: "Ich glaube, auf den Schreck leg ich mich erstmal wieder hin."
Die Slowaken mit ihren Spitzenspielern Dominik Hrbaty und Karol Kucera sowie Karol Beck und Doppelspezialist Michal Mertinak werden aller Voraussicht nach in der Hauptstadt Bratislava auf Sand oder einem mittelschnellen Taraflex-Belag antreten. Ein ganz wesentlicher Faktor sind die Zuschauer. "Das wird ein Hexenkessel, ein ganz heißes Pflaster", meinte Kiefer: "Ich war dort mal bei einem Jugendturnier, da brennt der Baum."
Hrbaty in großer Form
Die Nummer eins der Slowaken ist in diesem Jahr ganz eindeutig Dominik Hrbaty, der als aktuelle Nummer sechs im Champions Race in den ersten drei Monaten die Turniere in Adelaide, Auckland und Marseille gewann. Hinzu kommen der schwer zu spielende Karol Kucera, Karol Beck und Michal Mertinak, der gemeinsam mit Alexander Waske in diesem Jahr bereits das Challenger-Turnier im französischen Cherbourg gewann.
Nach dem ersten Schock besannen sich die deutschen Spieler dann allerdings auf die eigene Stärke. "Wenn wir die Slowakei nicht schlagen, gehören wir auch nicht in die Weltgruppe", sagte Schüttler: "Es ist zwar schade, dass wir kein Heimspiel haben, aber was soll man sich da jetzt groß beklagen. Deutschland hat eine gute Mannschaft, wir brauchen uns nicht zu verstecken." Gleiche Töne kamen von Kiefer: "Warum sollen wir dort nicht gewinnen? Man darf das deutsche Tennis nicht immer so klein machen. Das ist es nämlich nicht."
Patrik Kühnen hofft sogar, dass "die Slowaken vielleicht auch vor uns ein bisschen Respekt haben. Es ist natürlich wahrlich kein leichtes Los, aber es ist machbar."
Die Paarungen der Playoff-Runde: Australien - Marokko, Chile - Japan, Kroatien - Belgien, Paraguay - Tschechien, Slowakei - Deutschland, Österreich - Großbritannien, Rumänien - Kanada, Russland - Thailand
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