Finale nach Regelverstoß ohne deutschen Beteiligung: Heike Meißner im Hürdenlauf disqualifiziert
zuletzt aktualisiert: 25.08.2003 - 21:18Paris (rpo). Nach großer Freude die bittere Enttäuschung: Heike Meißner wurde in Paris über 400 m Hürden nach dem Halbfinal-Lauf in deutscher Jahresbestzeit von 55,00 Sekunden als Vierte nachträglich disqualifiziert. Auch Stephanie Kampf ist beim Endlauf nicht dabei.
Die 33 Jahre alte Chemnitzerin hatte ihr Schwungbein über eine nicht zu ihrer Bahn gehörenden Hürde geführt. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) legte gegen den Ausschluss umgehend Protest ein. "Das kann mir nur im Unterbewusstsein passiert sein. Aber es gibt Regeln, und wenn ich diese verletzt habe, muss ich die Konsequenzen tragen", meinte Meißner.
Sollte der Protest erfolglos bleiben, findet der Endlauf am Donnerstagabend ohne DLV-Beteiligung statt, nachdem die deutsche Meisterin Stephanie Kampf aus Sindelfingen trotz persönlicher Bestzeit von 55,35 Sekunden in der Vorschlussrunde gescheitert. Die 25-Jährige verpasste beim Halbfinal-Sieg von Weltrekordlerin Julia Petschonkina (53,57) den nötigen vierten Platz als Fünfte lediglich um zwei Hundertstelsekunden.
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