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French Open: Henin-Hardenne triumphiert in Paris

zuletzt aktualisiert: 10.06.2006 - 17:01

Paris (rpo). Justine Henin-Hardenne hat erfolgreich ihren Titel bei den French Open verteidigt. Im Finale gegen die Russin Swetlana Kusnetzowa setzte sich die Belgierin sicher mit 6:4 und 6:4 in zwei Sätzen durch.

Justine Henin-Hardenne kann ihr Glück kaum fassen.  Foto: AFP, AFP
Justine Henin-Hardenne kann ihr Glück kaum fassen. Foto: AFP, AFP

Justine Henin-Hardenne bleibt die Sandkönigin von Paris. Die kleine Belgierin schaffte mit ihrem Finalerfolg bei ihrem Lieblingsturnier als erste Spielerin seit Steffi Graf 1996 die erfolgreiche Titelverteidigung. Insgesamt hat Henin-Hardenne nun drei Titel in Roland Garros eingefahren, erstmals hatte sie 2003 triumphiert. Nur vier Spielerinnen haben häufiger in Paris gewonnen.

Nach 1:36 Stunden riss Henin-Hardenne vor 15.000 Zuschauern auf dem Court Philippe Chatrier die Arme in die Höhe und ließ sich für ihren insgesamt fünften Grand-Slam-Titel feiern. Vor allem die wieder mal busseweise über die Grenze gepilgerten Belgier dankten es ihrer "Juju" mit stürmischem Beifall. Als Belohnung nimmt Henin-Hardenne 940.000 Euro mit Hause. Kusnezowa, die nach ihrem US-Open-Sieg 2004 zum zweiten Mal in einem Grand-Slam-Finale stand, darf sich in etwa mit der Hälfte trösten.

Nicht ein Satz verloren

Zur 60:40-Favoritin hatte die französische Sporttageszeitung L'Equipe Henin-Hardenne vor dem Match ausgerufen. Ein Jahr nach der einstündigen Zweisatzlektion gegen Mary Pierce (Frankreich) wurde Henin-Hardenne der Favoritenrolle gerecht, musste gegen die starke Kusnezowa aber ihr gesamtes Können aufbieten und brillierte immer wieder mit überragender Spielübersicht.

Die Wallonin gab im Turnierverlauf nicht einen Satz ab. Dieses Kunststück hatte die dreimalige Paris-Siegerin Arantxa Sanchez-Viacario (Spanien) 1994 als bislang letzte Spielerin vollbracht. "Paris ist der Ort, an dem ich mein bestes Tennis spielen und gewinnen will. Das wird sich nie ändern", hatte Henin-Hardenne vor dem Finale erklärt.

1992 hatte sie als Zehnjährige live den denkwürdigen Finalsieg von Monica Seles über Steffi Graf gesehen und ihrer inzwischen gestorbenen Mutter verspochen: "Eines Tages werde ich auch da unten spielen."

Während die glückliche Justine Henin-Hardenne erneut den Pokal entgegennahm, dachte Paris schon an das nächste Finale. Am Sonntagnachmittag stand das mit Spannung erwartete Gigantenduell zwischen dem Weltranglistenersten Roger Federer (Schweiz) und Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) auf dem Plan.


STATISTIK:

76. French Open in Paris (14,3 Millionen Dollar), 14. Tag:

Dameneinzel, Finale:

Justine Henin-Hardenne (Belgien/TV/Nr. 5) -
Swetlana Kusnezowa (Russland) 6:4, 6:4

Herrendoppel, Finale:

Jonas Björkman/Max Mirnji (Weißrussland/Nr. 2/TV) -
Bob Bryan/Mike Bryan (USA/Nr. 1) 6:7 (5: 7), 6:4, 7:5

Juniorendoppel, Finale:

Emiliano Massa/Kei Nishikori (Argentinien) -
Artur Tschernow/Waleri Rudnew (Russland) 2:6, 6:1, 6:2

Juniorinnendoppel, Finale:

Sharon Fichman/Anastasja Pawljutschenkowa (Kanada/Russland/Nr. 3) -
Agnieszka Radwanska/Caroline Wozniacki (Polen/Dänemark/Nr. 1) 6:7 (4:7), 6:2, 6:1

Quelle: sid

 
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