Lokalrivale Uhlenhorster HC verliert auch sein drittes Endspiel: Hockey: Club an der Alster verteidigt Meistertitel
zuletzt aktualisiert: 06.06.2004 - 16:01Hamburg (rpo). Der Club an der Alster Hamburg darf sich auch im Jahr 2004 Deutscher Meister der Hockeyherren nennen. Im Finale setzte sich der Titelverteidiger gegen den Stadtrivalen Uhlenhorster HC mit 6:5 (5:3) durch. Das 62. war zugleich das torreichste deutsche Hockey-Endspiel der Geschichte.
Der Club an der Alster sicherte sich mit dem Erfolg seinen vierten Feldtitel nach 1999, 2001 und 2003. Der zuvor zwölfmal in Folge ungeschlagene UHC scheiterte auch bei seiner dritten Endspielteilnahme nach 1943 und 1965.
Olympiakandidat Max Landshut (6.), Weltmeister Christoph Bechmann (16., 19.), Hendrik Lange (33.), Oliver Hentschel (35.) und Thomas Tihl (47.) trafen für die mit Nationalspielern gespickte Truppe von Alster, die damit eine Woche nach dem verlorenen Finale im Europacup der Landesmeister die Qualifikation für den Europacup 2005 geschafft und ihren Ruf als "Bayern München des Hockeys" untermauert hat.
Peters: "Tolle Werbung für Hockey"
Für den UHC waren der Schwede Magnus Matsson (13., 53.), Jonas Fürste (22.) Patrick Breitenstein (35.) und Christian Minz (55.) erfolgreich. Das Team vertritt Deutschland als Vizemeister im kommenden Jahr im Europacup der Pokalsieger. "Das war eine tolle Werbung für Hockey. Niveau und Tempo der Partie haben mir sehr gut gefallen", sagte Bundestrainer Bernhard Peters: "Alster war einfach etwas cleverer und hat deshalb verdient gewonnen."
Vor allem in der ersten Halbzeit war die größere Erfahrung des Titelverteidigers ausschlaggebend. Der UHC leistete sich in der Abwehr viele Fehler, die die Gäste gnadenlos ausnutzten. Erst nach dem 4:6 konnte der UHC noch einmal kämpferisch zulegen, während Alster nach den Europacup-Strapazen der Vorwoche ausgelaugt wirkte und nur noch eine Abwehrschlacht lieferte.
Die Gastgeber standen in der spannenden Schlussphase kurz vor dem Ausgleich. Mehrmals verfehlte die Kugel das Alster-Tor nur knapp, zudem parierte Torwart Heiko Milz glänzend. Der Schlussmann wehrte in der 53. Minute einen Siebenmeter von Breitenstein ab.
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