Leichtathletik: IAAF reagiert auf Horror-Unfall mit Speer
zuletzt aktualisiert: 14.03.2008 - 11:15Paris (RPO). Acht Monate nach dem Speerwurf-Horrorunfall beim Golden-League-Meeting in Rom hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF reagiert und seinen Veranstaltern empfohlen, zukünftig keinen Speer- und Hammerwurf mehr zeitgleich zu Wettbewerben innerhalb des Laufbahn-Rings anzusetzen.
Im vergangenen Juli war der französische Weitspringer Salim Sdiri an der Weitsprung-Anlage vom Speer des Finnen Tero Pitkämäki getroffen und an Niere und Leber verletzt worden.
"Wir haben das Thema in der technischen Kommission besprochen", sagte Imre Matrahazi, Chef der IAAF-Technikkommission der Nachrichtenagentur AFP: "Wenn die Weitsprunganlage innerhalb der Rundbahn ist, muss bei der Gestaltung des Programms darauf geachtet werden, dass die Zahl der Menschen in Rasennähe bei Hammer- und Speerwurf so gering wie möglich ist."
Allerdings liegen die Weitsprunggruben in den meisten Arenen mittlerweile außerhalb der Rundbahn, so auch im Olympiastadion in Peking. "Dort sollte es dieses Problem nicht geben", sagte Matrahazi. So ist bei den Sommerspielen die Weitsprung-Qualifikation der Männer am 16. August zeitgleich mit dem Speerwurf im Siebenkampf terminiert.
Sdiri hatte ursprünglich erklärt, nicht anzutreten, wenn Weitsprung und Speerwurf parallel stattfinden, unabhängig von der Lage der Sandgrube. Mittlerweile ist er zurückgerudert und sagt: "Das bleibt abzuwarten."
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