Dressur-EM in Turin: Isabell Werth gewinnt Grand Prix Special
zuletzt aktualisiert: 01.09.2007 - 18:16Turin (RPO). Dressur-Reiterin Isabell Werth hat bei den Europameisterschaften in Turin den Titel im Grand Prix Special gewonnen. Die viermalige Olympiasiegerin kam mit ihrem 13 Jahre alten Hannoveraner Satchmo auf 78,32 Prozentpunkte und sicherte sich nach 1991, 1993, 1995 und 1997 ihren fünften Einzeltitel bei den Kontinental-Meisterschaften.
Platz zwei ging an die zweimalige Olympiasiegerin Anky van Grunsven (Niederlande), die mit ihrem Top-Pferd Salinero 77,23 Prozentpunkte erzielte. Die Bronzemedaille sicherte sich die Niederländerin Imke Schellekens-Bartels auf Sunrise mit 75,92 Punkten. Vierte wurde Mannschafts-Weltmeisterin Nadine Capellmann (Würselen) auf Elvis mit 74,12 Prozentpunkten. Am Sonntag wird bei der EM in Turin in der Kür der letzte Titel vergeben.
Einen Tag nach der historischen Niederlage mit der Mannschaft fand Isabell Werth (Rheinberg) bei der Dressur-EM in Italien ihr Lachen wieder. Die 38 Jahre alte Rheinbergerin sicherte sich auf ihrem 13 Jahre alten Hannoveraner Satchmo mit 78,36 Prozentpunkten den Titel im Grand Prix Special und feierte nach 1991, 1993, 1995 und 1997 ihren fünften Einzeltitel bei den kontinentalen Meisterschaften.
Auf dem zweiten Platz landete die zweimalige Olympiasiegerin Anky van Grunsven aus den Niederlanden mit ihrem Top-Pferd Salinero (77,48 Prozentpunkte). Die Bronzemedaille gewann Imke Schellekens-Bartels (Niederlande) auf Sunrise (75,92).
Bundestrainer Holger Schmezer war ebenfalls erfreut nach der großen Enttäuschung vom Vortag, als die deutsche Equipe erstmals seit 1965 und 21 Siegen in Folgen bei einer EM die Goldmedaille verpasst hatte. "Die Gerechtigkeit hat gesiegt. In der Mannschafts-Entscheidung waren die deutschen Reiter nicht schwächer als die Niederländer.
Die Medaillenvergabe war eine politische Entscheidung", sagte Schmezer zum Votum der Richter am Vortag. Isabell Werth zeigte sich am Samstag auf jeden Fall gut erholt von der Team-Niederlage und führte ihr Pferd Satchmo wieder bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit.
Auch die weiteren deutschen Starterinnen konnten die Erwartungen erfüllen. Die ehemalige Doppel-Weltmeisterin Nadine Capellmann (Würselen/74,12 Punkte) belegte mit ihrem Top-Pferd Elvis den undankbaren vierten Platz. Monica Theodorescu (Füchtorf/72,88) ritt mit ihrem erst neun Jahre alten Baden-Württemberger Whisper auf den siebten Rang zwei Plätze vor Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg/72,24) auf Donatha S. Damit deutet sich an, dass in der Kür am Sonntag neben Werth und Capellmann auch Theodorescu an den Start gehen wird.
Am Sonntag werden in der Kür die letzten Einzelmedaillen vergeben. Dafür haben sich die besten 15 Reiter aus dem Grand Prix Special qualifiziert. Mit Spannung erwartet man den Auftritt von Werth, die auf Satchmo zum zweiten Mal bei einer großen Prüfung ihre neue Kür zur hymnischen Musik von Vangelis präsentieren wird. Beim CHIO konnte Werth ihre große Rivalin van Grunsven damit schlagen, bei der WM im vergangenen Jahr jedoch hatte van Grunsven in der Kür das bessere Ende noch für sich gehabt.
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