Reiter-Präsidenten Prinzessin Haya: "Isabell Werth ist keine Betrügerin"
zuletzt aktualisiert: 05.07.2009 - 12:46Aachen (RPO). Die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) hat nach dem Doping-Fall bei ihrem Wallach Whisper unerwartet Unterstützung von Reiter-Präsidentin Prinzessin Haya vom Weltverband FEI erhalten.
"Ich glaube nicht, dass Isabell Werth eine Betrügerin ist", sagte Haya dem WDR-Fernsehen und brüskierte damit auch den nationalen Verband FN, der sich zu Werth bislang stets neutral verhalten hatte.
Haya bezeichnete Werth als "eine unserer Heldinnen", die den Sport und die Pferde liebe. Werth habe "ihr Leben lang" die Werte hoch gehalten, die die FEI vertrete. Die Schuld für das Auffinden des Psychopharmakon Fluphenzin bei Werths Pferd Whisper gab Haya dem Veterinär.
"Ich glaube, sie ist von ihrem Tierarzt schlecht beraten worden." Veterinär Hans Stihl soll falsche Angaben zur Abbauzeit von Fluphenazin angegeben haben. Werth hatte Stihl nach Bekanntwerden des Falls die Zusammenarbeit aufgekündigt.
Die 35 Jahre alte Haya, Ehefrau des Scheichs von Dubai und seit 2006 Reiter-Präsidentin, betonte, dass Werth nicht beabsichtigt hätte, etwas Schlechtes zu tun: "Ich bin überzeugt, dass sie eine sehr intelligente Frau ist." Werth habe ihr ganzes Leben lang "viele persönliche Opfer" gebracht und würde "für einen solchen Betrug ihre Karriere nicht wegwerfen".
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