23. Frankfurt-Marathon: Kenianischer Erfolg in Frankfurt
zuletzt aktualisiert: 31.10.2004 - 14:32Frankfurt/Main (rpo). In der Streckenrekordzeit von 2:09:10 Stunden hat der Kenianer Boaz Kimaiyo seinen Vorjahreerfolg beim Frankfurter Stadt-Marathon wiederholt und dafür 30.000 Euro Gesamtprämie kassiert.
Den kenianischen Triumph in der Mainmetropole perfekt machten der erst 21 Jahre alte Luke Kibet (2:11:28) und Benjamin Rotich (2:11:45). Kimaiyo verbesserte bei seinem zweiten Sieg in der Mainmetropole seine eigene Rekordzeit aus dem Vorjahr auch dank der guten Witterungsbedingungen um 18 Sekunden.
"Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein. Es ist großartig, das zweite Mal in Folge mit Streckenrekord gewonnen zu haben. Entscheidend war, dass das Wetter viel besser als im letzten Jahr war", sagte Kimaiyo, dessen Start bis Samstag wegen einer hartnäckigen Erkältung noch fraglich gewesen war: "Ich hatte starke Kopfschmerzen, aber heute morgen habe ich mich sehr gut gefühlt."
Bei den Frauen gewann die Russin Olesia Nurgaliewa in 2:29:48 Stunden nach einem Herzschlagfinale auf dem roten Teppich der Frankfurter Festhalle mit nur einer Sekunde Vorsprung vor ihrer Zwillingsschwester Elena und wurde somit Nachfolgerin der letztjährigen Siegerin Luminita Zaituc aus Braunschweig, die in diesem Jahr einen Start beim Marathon am 7. November in New York vorzieht.
Drechsler-Debüt: "Das war absolut gigantisch"
Die zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, die mit einer Staffel am Frankfurt-Marathon teilnahm, war begeistert von ihrem Debüt auf der Langstrecke. "Das war absolut gigantisch. So ein Marathon mit dem Zieleinlauf in der Festhalle ist sehr beeindruckend", sagte Drechsler.
Rund 100.000 Zuschauer in den Straßen der Bankenmetropole sahen bei den Männern einen Start-Ziel-Sieg von Kimaiyo. Bis Kilometer 28 konnte das kenianische Nachwuchs-Ass Kibet seinem Vorbild noch Paroli bieten, doch dann zog Kimaiyo auf den letzten zwölf Kilometern kräftig an und ließ sich von 6.500 Zuschauern in der Frankfurter "Gud Stubb" über den roten Teppich und die Ziellinie "tragen". "Ab Kilometer 25 war ich sehr relaxed. Da habe ich gespürt, dass ich heute gut drauf war", sagte der Triumphator.
Eich bleibt hinter Erwartungen zurück
Bester Deutscher wurde Carsten Eich auf Platz zwölf, allerdings mit einer für ihn extrem unbefriedigenden Zeit von 2:17:00 Stunden. Die angepeilte Steigerung der deutschen Jahresbestleistung von Stephan Freigang (2:14:02) verpasste der 34-Jährige um fast drei Minuten. "In der zweiten Hälfte bin ich eingebrochen. Aber aufgeben kam nicht in Frage", sagte Eich.
Bei der 23. Auflage des ältesten deutschen Stadtmarathon, der im nationalen Ranking hinter Berlin, Hamburg, Köln, München und dem Ruhr-Marathon nur noch an sechster Stelle geführt wird (Kritierium: Zahl der Läufer im Ziel), feierten die Veranstalter mit insgesamt 15.879 Startern, darunter 10.361 Läufern einen neuen Teilnehmerrekord. Die bisherige Bestmarke von 14.266 Startern aus dem Jahr 2002 wurde damit deutlich übertroffen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







