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French Open: Kiefer gibt auf - Nadal ist nicht zu stoppen

zuletzt aktualisiert: 02.06.2006 - 19:50

Paris (rpo). Für Nicolas Kiefer ist der Traum vom Einzug in die dritte Runde der French Open geplatzt. Der Hannoveraner musste gegen den Tschechen Tomas Berdych aufgegeben. Nach dem Verlust des ersten Satzes mit 1:6 gab Kiefer Gegner und Schiedsrichter die Hand und verließ den Platz. Indes machte Rafael Nadal mit seinem Gegner kurzen Prozess.

Trauriger Abgang: Nicolas Kiefer.  Foto: AP, AP
Trauriger Abgang: Nicolas Kiefer. Foto: AP, AP

Auf Platz Nummer eins wirkte Kiefer von Beginn an geschwächt und ließ frühzeitig Physiotherapeut und Arzt kommen. Der Hannoveraner musste letztlich vor einem geschwollenen Handgelenk kapitulieren. Gegen den Tschechen Tomas Berdych verließ die deutsche Nummer eins nach dem 1:6 im ersten Satz den Platz und verpasste damit den Einzug ins Achtelfinale. "Mein linkes Handgelenk ist total angeschwollen. Wir haben alles versucht, es noch hinzukriegen, aber es ging nicht", erklärte Kiefer, der vor zwei Tagen im Fünfsatz-Krimi gegen den Franzosen Marc Gicquel auf die Hand gefallen war. Kiefer: "Bei der Rückhand konnte ich den Schläger gar nicht halten."

Rafael Nadal ist einer der heißesten Anwärter auf den ersten Grand Slam-Titel des Jahres. Foto: AFP, AFP

Bereits im vergangenen Jahr hatte er in Paris bittere Stunden erlebt, als er zu seinem Achtelfinale gegen den Argentinier Guillermo Canas wegen Nackenschmerzen nicht antreten konnte. Berdych darf zur Belohnung gegen Branchenprimus Roger Federer antreten, der beim 6:1, 6:2, 6:7 (4:7), 7:5 über Olympiasieger Nicolas Massu (Chile) einige Mühe hatte.

Grönefeld und Tommy Haas (Sarasota-USA) sind als letzte Deutsche in Paris noch im Turnier. Und die 20-Jährige hat bei ihrem achten Grand-Slam-Auftritt realistische Chancen, erstmals ins Viertelfinale vorzudringen. Denn auch bei einem Sieg gegen Kirilenko würde in Gisela Dulko (Argentinien/Nr. 32) oder Shenay Perry (USA) keine übermächtige Gegnerin auf die Deutsche warten.

Grönefeld bezwang Jamea Jackson aus den USA 6:7 (8:10), 6:2, 6: 1 und muss nun schon am Samstag in der dritten gegen die Russin Maria Kirilenko das nächste Mal aufschlagen. "Mir tut alles weh, schlimmer kann es nicht mehr werden", sagte Grönefeld nach dem Erfolg, der wegen der einsetzenden Dunkelheit am Vortag erst nach zwei Tagen zu Stande gekommen war.

Nadal nicht zu stoppen

Mit Tapes an den Füßen und am Rücken war sie in die Revanche für die bittere Fed-Cup-Pleite gegen Jackson im April gegangen, nachdem sie zuvor bei einem Rettungsversuch in der ersten Doppel-Runde mit voller Wucht in eine Betonbande gekracht war. "Ich wollte mit dem Kopf durch die Wand", meinte Grönefeld und nahm ihr Missgeschick mit einer gehörigen Portion Humor.

Weiter nicht zu stoppen ist Rekordjäger Rafael Nadal. Der Titelverteidiger aus Spanien, der am Samstag seinen 20. Geburtstag feiert, zog mit einem 6:2, 6:1, 6:4 über Kevin Kim (USA) in die dritte Runde ein und schraubte seine Bestmarke damit auf 55 Siege auf Sand in Folge. Das Duell der früheren Paris-Champions entschied der Argentinier Gaston Gaudio (Sieger 2004) mit einem Dreisatzsieg über Juan Carlos Ferrero aus Spanien (2003) für sich.

Nachdem die Partie am Donnerstagabend wegen Dunkelheit nach zwei Sätzen abgebrochen werden musste, durften Grönefeld und Jackson am Freitag bei Sonnenschein zur Fortsetzung auf den Nebenplatz 17. In der hintersten Ecke von Roland Garros spielte Grönefeld wesentlich aggressiver als am Vortag und gewann den Entscheidungssatz nach nur 39 Minuten.

Fast im Gleichschritt erreichten die frühere Weltranglistenerste Martina Hingis (Schweiz) und Mitfavoritin Kim Clijsters (Belgien) die dritte Runde. Hingis benötigte für ihren Zweisatzerfolg über Zuzana Ondraskova (Tschechien) nur 49 Minuten. Clijsters stand beim Sieg gegen Conchita Martinez Granados aus Spanien nur sechs Minuten länger auf dem Platz. Die topgesetzte Amelie Mauresmo (Frankreich) steht bereits im Achtelfinale.


STATISTIK:

French Open in Paris (14,3 Millionen Euro), 6. Spieltag

Herreneinzel:

2. Runde:

Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) -
Kevin Kim (USA) 6:2, 6:1, 6:4

James Blake (USA/Nr. 8) -
Nicolas Almagro (Spanien) 6:7 (5:7), 6:2, 6:4, 6:4

David Ferrer (Spanien/Nr. 15) -
Jeremy Chardy (Frankreich) 6:1, 6:4, 3:6, 6:1

Juan Monaco (Argentinien) -
Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 28) 4:6, 6:4, 6:4, 6:1

3. Runde:

Tomas Berdych (Tschechien) -
Nicolas Kiefer (Hannover/Nr. 13) 6:1, Aufgabe Kiefer

Roger Federer (Schweiz/Nr. 1) -
Nicolas Massu (Chile/Nr. 32) 6:1, 6:2, 6:7 (4:7), 7:5

David Nalbandian (Argentinien/Nr. 3) -
Dimitri Tursunow (Russland/Nr. 31) 2:6, 5:7, 6:4, 6:2, 6:4

Nikolai Dawydenko (Russland/Nr. 6) -
Carlos Moya (Spanien/Nr. 30) 6:1, 7:5, 6:3

Tommy Robredo (Spanien/Nr. 7) -
Lukas Dlouhy (Tschechien) 6:1, 6:4, 6:2

Gaston Gaudio (Argentinien/Nr. 10) -
Juan Carlos Ferrero (Spanien/Nr. 24) 7:5, 7:5, 7:6 (9:7)

Mario Ancic (Kroatien/Nr. 12) -
Albert Montanes (Spanien) 6:1, 6:2, 6:4

Martin Vassallo Arguello (Argentinien) -
Raemon Sluiter (Niederlande) 2:6, 6:4, 6:3, 3:6, 6:1

Dameneinzel:

2. Runde:

Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn/Nr. 13) -
Jamea Jackson (USA) 6:7 (8:10), 6:2, 6:1

Kim Clijsters (Belgien/Nr. 2) -
Conchita Martinez Granados (Spanien) 6:0, 6:3

Jelena Dementiewa (Russland/Nr. 6) -
Viktoria Kutusowa (Ukraine) 3:6, 6:0, 6:4

Martina Hingis (Schweiz/Nr. 12) -
Zuzana Ondraskova (Tschechien) 6: 1, 6:3

Anabel Medina Garrigues (Spanien/Nr. 26) -
Kaia Kanepi (Estland) 6:3, 4:6, 6:0

Ivana Lisjak (Kroatien) -
Zheng Jie (China) 6:4, 6:4

3. Runde:

Amelie Mauresmo (Frankreich/Nr. 1) -
Jelena Jankovic (Serbien und Montenegro) 6:3, 6:3

Maria Scharapowa (Russland/Nr. 4) -
Alicia Molik (Australien) 6:0, 7:5

Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 7) -
Julia Wakulenko (Ukraine) 2:6, 7:5, 6:0

Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 8) -
Li Na (China) 6:3, 7:6 (7:4)

Francesca Schiavone (Italien/Nr. 9) -
Flavia Pennetta (Italien/Nr. 17) 4:6, 6:1, 9:7

Venus Williams (USA/Nr. 11) -
Karolina Sprem (Kroatien) 7:5, 6:3

Dinara Safina (Russland/Nr. 14) -
Katarina Srebotnik (Slowenien/Nr. 24) 6:3, 6:4

Nicole Vaidisova (Tschechien/Nr. 16) -
Aravane Rezai (Frankreich) 6:1, 6:7 (6:8), 6: 0

Quelle: sid

 
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