Wimbledon-Pleite verdaut: Kiefer in Los Angeles im Achtelfinale
zuletzt aktualisiert: 13.07.2004 - 11:41Los Angeles/Stanford (rpo). Knapp zwei Monate vor dem Daviscupspiel der deutschen Mannschaft in der Slowakei hat Nicolas Kiefer den ersten Härtetest bestanden: Beim Tennisturnier in Los Angeles erreichte er mit einem 7:6 (7:0), 4:6, 6:2 gegen den an Nummer vier gesetzten Dominik Hrbaty das Achtelfinale.
In der nächsten Runde trifft Kiefer auf den US-Amerikaner Glenn Weiner. Der 28-Jährige ist der beste Freund von Tommy Haas, der in Los Angeles am Dienstag gegen den an Nummer acht gesetzten Robby Ginepri (USA) antritt.
Altmeister Andre Agassi, der am Dienstag in Los Angeles im Auftaktmatch gegen seinen US-Landsmann Alex Bogomolov den 800. Sieg seiner Karriere anpeilt, widersprach derweil Gerüchten, er wolle nach den US Open im September zurücktreten. "So denke ich nicht", erklärte der 34-Jährige: "Ich denke von Tag zu Tag, und im Moment habe ich das Gefühl, wieder topfit zu sein." Auch seine viel diskutierte Absage in Wimbledon sei kein Hinweis auf einen bevorstehenden Rücktritt gewesen: "In meinem Alter braucht man öfter Pausen, und in Wimbledon wäre ich nicht fit gewesen."
"Sachen gemacht, die ich sonst nicht mache"
Auch Kiefer war in Wimbledon zumindest mental nicht auf der Höhe, doch inzwischen hat er seine frustrierende Auftaktniederlage gegen den Schweden Thomas Johansson, als er das Match nach einer 2:0-Satzführung noch aus der Hand gab, nach eigenem Bekunden verdaut. "Es hat aber schon ein paar Tage gedauert", gab der 27-Jährige im Gespräch mit dem Internetportal Sport1 zu: "Ich habe eine Woche lang komplett Pause gemacht, das Handy abgeschaltet und zu Hause Sachen gemacht, die ich sonst nicht mache."
Im Anschluss an Los Angeles spielt Nicolas Kiefer die Turniere in Indianapolis, Toronto und Cincinnati, danach kehrt er wegen der Olympischen Spiele in Athen nach Europa zurück, ehe unmittelbar nach Olympia die US Open in New York auf dem Programm stehen. In Athen hat sich Kiefer viel vorgenommen: "Olympia ist das absolute Highlight, ich freue mich riesig darauf. Ein Traum von mir ist es natürlich, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen."
Diese Chance hat Anca Barna nicht, denn in Athen wird keine deutsche Tennisspielerin dabei sein. Beim Turnier in Stanford/Kalifornien erreichte die 27-Jährige Nürnbergerin in Diensten des Bundesligisten TC Moers durch ein 7:6 (7:3), 4:6, 6:4 gegen die Tschechin Iveta Benesova das Achtelfinale, in dem sie auf die an Nummer acht gesetzte Maria Vento-Kabchi (Venezuela) trifft.
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