Dakar-Rallye: Kleinschmidt auf dem Vormarsch
zuletzt aktualisiert: 05.01.2005 - 17:31Zouerat/Mauretanien (rpo). Jutta Kleinschmidt ist bei der 27. Dakar-Rallye weiter auf dem Vormarsch. Die VW-Werkspilotin belegte auf der 6. Etappe am Mittwoch den sechsten Platz und verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung auf Position drei. Die Führung übernahm der Franzose Bruno Saby in einem weiteren VW Touareg.
"Die Prüfung ist gut gelaufen, doch dann hat sich plötzlich bei einem Sprung der Reifen von der Felge gezogen", sagte Kleinschmidt. Dadurch musste sie anhalten und das Rad wechseln. Das habe rund 5 Minuten gedauert, meinte die gebürtige Kölnerin. "Danach sind wir vorsichtiger gefahren. Über den dritten Rang in der Gesamtwertung freue ich mich allerdings sehr", sagte Kleinschmidt, die 2001 als einzige Frau die berüchtigte Wüstenrallye gewonnen hat.
Für die frühere DTM-Pilotin Ellen Lohr war die Rallye dagegen vorzeitig beendet. Die Mönchengladbacherin war bereits am Dienstag mit ihrem Buggy in der Wüste auf dem Weg nach Smara in Marokko liegen geblieben. Nach einer Nacht im Auto wurden sie und ihr Co-Pilot Holm Schmidt (Klausen) am Mittwochmorgen ins Biwak geschleppt, schafften es aber nicht mehr, den Schaden rechtzeitig bis zum Start der sechsten Etappe über 492 Wertungskilometer (622 km insgesamt) von Smara nach Zouerat in Mauretanien zu beheben.
"Der Motor ist einfach ausgegangen und nicht wieder angesprungen. Ich bin zutiefst frustriert", sagte Lohr dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Wir alle haben so viel gearbeitet. " Die 38-Jährige, die als einzige Frau ein DTM-Rennen gewann und auch schon mit Renn-Trucks unterwegs war, hatte sich zum ersten Mal dem Abenteuer Dakar gestellt.
Bei den Motorrädern hat der Spanier Marc Coma am Mittwoch seine Führung in der Gesamtwertung durch einen sechsten Platz auf der Etappe mit 6:57 Minuten Rückstand auf Tagessieger Fabrizio Meoni aus Italien (beide KTM) verloren. Neuer Spitzenreiter ist der Franzose Cyril Depres (KTM), der nach Rang vier in der Tageswertung (4:37 zurück) jetzt 35 Sekunden Vorsprung vor Coma hat. Meoni ist Dritter (1:16).
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