Im Spätsommer soll es soweit sein: Klitschko: Comeback statt K.o.
zuletzt aktualisiert: 23.04.2004 - 18:27München (rpo). Box-Profi Wladimir Klitschko denkt nicht die Spur ans Aufhören. Trotz seiner rätselhaften Niederlage gegen Lamon Brewster will er noch in diesem Jahr ein Comeback feiern. Denn so wie jetzt woller er auf keinen Fall aufhören.
"Ich schätze, dass ich im Spätsommer wieder boxen werde. Ich kann so nicht aufhören", sagte der jüngere der Klitschko-Brüder in einem Interview der Münchner Abendzeitung (Samstags-Ausgabe).
Der 28-Jährige hatte am 10. April überraschend in Las Vegas den Kampf gegen Brewster verloren. Nach mehreren harten Treffern gegen Klitschko hatte der Ringrichter den Kampf nach der 5. Runde abgebrochen. Nach dem technischen K.o. hatte es viele Spekulationen um die körperliche Schwäche des Ukrainers gegeben. Unmittelbar nach dem Fight war dann ein überhöhter Blutzuckerwert festgestellt worden, in der Folge gab es sogar Verschwörungstheorien. In der kommenden Woche sollen Ergebnisse der Blutuntersuchung des Profiboxers aus der Ukraine vorliegen.
Ungeachtet dieser Untersuchungen schaut Wladimir Klitschko jetzt wieder nach vorne. "Es kann nicht alles umsonst gewesen sein. Die endlosen Stunden des Trainings. All das, worauf ich verzichtet habe, all die Schmerzen, die ich ertragen musste. All die Weltmeisterschaften, Olympischen Spiele, das kann nicht alles umsonst gewesen sein. Es sollte, es wird ein Happy-End geben", sagte Klitschko.
Zunächst hofft er jedoch, dass die Umstände seiner Niederlage seinen Bruder Witali vor dessen WM-Kampf in der Nacht zum Sonntag in Los Angeles gegen Corrie Sanders aus Südafrika, der Wladimir im vorigen Jahr besiegt hatte, nicht zu sehr ablenken. "Am schwersten ist es für mich, dass ich meinen Bruder mit meiner Niederlage belaste. Ich wollte ihn mit einem Sieg aufbauen, jetzt habe ich das Gegenteil getan."
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